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Solingen
Kotten-Team lässt sich vom Regen nicht schrecken

Solingen. Gerade hatten alle letzte Hand an die Stände gelegt, alles war aufgebaut und bereit, als der erste Regentropfen vom Himmel fiel. "Der Himmel weint vor Freude", erklärt Nicole Molinari, Vorsitzende des Kuratoriums Balkhauser Kotten. Doch für den Balkhauser Kottentag, der traditionell am letzten Sonntag der Sommerferien stattfindet, ist so viel Regen nicht wirklich vorteilhaft. Denn für die vorbereiteten Spiele für die Kinder, wie das Pöhlchen schießen und die Rallye, müssen entweder Regenpausen abgewartet werden oder sie fallen gleich ganz ins Wasser.

Zum ersten Mal beim Kottentag dabei sind die Malteser mit ihren Besuchshunden. "Wir freuen uns, dass wir hier tatkräftig unterstützen können", erklärt Nadine Krone. Und natürlich stellen die Malteser auch ihre Arbeit vor. "Wir gehen mit den Besuchshunden einmal wöchentlich in Seniorenstifte, um den Bewohnern ein bisschen Freude zu bereiten", erzählt Nadine Krone. Inzwischen ist die Abteilung zu einem 20 Mann starken Team geworden. "In den letzten Monaten sind wir gewachsen und wachsen immer mehr", freut sich Krone. Um ein Mitglied dieses Teams zu werden, braucht es eigentlich nur eins: "Einen tauglichen Hund." Das bedeutet, er sollte freundlich und ruhig sein. Alles Weitere lernen Hund und Besitzer bei der rund sechs Monate dauernden Ausbildung. Zum Beispiel, dass der Hund nicht vor Schreck aufspringt, wenn mal eine Krücke umfällt. "Der praktische Teil findet natürlich in den Altenheimen statt." Dieser Besuchsdienst ist eine schöne Aufgabe für Mensch und Tier. "Wir suchen immer Verstärkung", betont Nadine Krone.

Am Stand daneben warten liebevoll zubereitete Torten auf hungrige Besucher. Aber auch Kottenbutter und Pferdewürste, Waffeln und Reibekuchen verbreiten verlockende Düfte. Kleine Köstlichkeiten gibt es auch am Stand von Julia Lipschitz. "Meine Spezialität sind Marmeladen", erklärt sie. Vor allen Dingen auch ausgefallene Zusammenstellungen sind bei ihr zu haben. "Ich versuche immer, mal etwas neues zu machen", verrät Lipschitz, die auch im Vorstand des Kuratoriums ist. Viele Marmeladen entstehen aus Früchten ihres Gartens. "Stachelbeere, Brombeere, Quitte", sagt sie. Aber sie kombiniert auch mit exotischen Früchten, wie ihre Pflaumen/Orangen-Marmelade.

Ihr zweites Steckenpferd ist das Stricken. "Wir sind viel mit dem Wohnmobil unterwegs und dabei darf ich stricken", verrät sie schmunzelnd. Und die dabei entstandenen Wollsocken passen an diesem Balkhauser Kottentag ziemlich gut zum Wetter. Doch davon will sich hier niemand den Spaß verderben lassen, wie Nicole Molinari erklärt: "Wir können es nur mit Humor nehmen und gehen mit unserem typischen Optimismus dran."

(sue)
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