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Solingen
Krippenbetreuung: Studie gibt Solingen schlechte Noten

Solingen. Kinder unter drei Jahren müssen sich, wenn sie Kindertagesstätten besuchen, in Solingen mit weniger Betreuern oder Betreuerinnen begnügen als anderswo in Nordrhein-Westfalen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung, die gestern der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Demnach kommen in den Krippengruppen in der Klingenstadt im Durchschnitt 4,9 Mädchen und Jungen im Alter von unter drei Jahren auf einen Erzieher - was Solingen unter den untersuchten kreisfreien Städten sowie Kreisen in NRW mit deutlichem Abstand den letzten Platz beschert. Zum Vergleich: Die Spitzenpositionen in der Untersuchung nehmen der Kreis Gütersloh mit einem Schlüssel von 3,3 Kindern pro Betreuer und der Märkische Kreis (3,4) ein.

Dabei ist die Krippenbetreuung laut Bertelsmann-Stiftung aber nicht allein in eher ländlichen Räumen besser als in Solingen. Denn auch im Vergleich mit ungefähr gleich großen oder größeren Städten schneidet die Klingenstadt schlechter ab. So kommt Leverkusen zum Beispiel auf einen Versorgungsschlüssel von 3,9. Und Düsseldorf liegt wiederum bei 3,7 Kindern je Betreuer.

Bei den Kindergartenkindern zwischen drei und sechs Jahren fällt die Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung für Solingen indes entschieden vorteilhafter aus. In diesem Bereich kommen die hiesigen Kitas auf einen Wert von 8,9 Kindern pro Erzieherin und Erzieher. Damit liegen die Solinger Einrichtungen NRW-weit im oberen Bereich.

Die Macher der Studie gehen davon aus, dass für Kinder über drei Jahren ein Betreuungsverhältnis von 1:7,5 erstrebenswert ist. Bei den kleineren Krippenkindern hält die Bertelsmann-Stiftung hingegen ein Verhältnis von einem Erzieher auf drei Mädchen und Jungen für geboten.

(or)
 
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