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Solingen
Kürbisse sorgen für echte Halloween-Atmosphäre

Solingen. Die "Nacht der mystischen Wesen" zog die Besucher am Samstag im "Alten Stellwerk" voll in ihren Bann. Von Sandra Grünwald

Auf der Rampe des "Alten Stellwerks" leuchten weit aufgerissene Augen und zahnbewehrte Mäuler und heißen alle Besucher willkommen, die zur "Nacht der mystischen Wesen" ins Atelier von Stefan Seeger gekommen sind. Denn hierhin hatten das Literaturcafé und der Künstler am Samstag alle eingeladen, die Halloween einmal etwas anders feiern wollten.

Die Kürbisköpfe waren während der Aktion "Der gruselige Kürbis" von Kindern und Eltern unter Anleitung von Stefan Seeger geschnitzt worden. Natürlich mussten da die Kürbisse erst einmal ausgehöhlt werden. Dabei kamen die Kinder auf die Idee, die Kürbiskerne zu sammeln. So wanderten alle greifbaren Kürbiskerne in Gläser. Denn die Kinder wollen die Kerne zuhause trocknen. Die geschnitzten Gruselkürbisse kamen - ausgestattet mit einer Kerze - auf die Rampe und sorgten für die richtige Halloween-Atmosphäre. Um "Sieben böse Hexen" ging es in dem Stück, das die Theater-AG der Grundschule Böckerhof aufführte. Die kleinen Schauspieler ließen die sieben Hexen so lange ihr Unwesen treiben, bis König Achim der Achte gekrönt wurde und dem ganzen bösen Zauber ein Ende bereitete.

Bereits die Theateraufführung hatte um die 40 Besucher ins "Alte Stellwerk" gelockt. Manche waren extra gekommen, um am Trommelworkshop teilzunehmen, den der Percussionist Uli Putsch anbot. Auf den großen Trommeln galt es dann zunächst einmal, den Rhythmus zu finden und das Gefühl dafür, wie fest auf die Ziegenhaut getrommelt werden sollte.

"Sehr interessant", sagt Gabriele Frank nach dem Workshop. Es habe sehr viel Spaß gemacht. "Ich bin der Trommel verbunden", verriet sie. Es sei nicht der erste Trommelworkshop gewesen, den sie mitgemacht habe.

Gebannte Stille herrschte, als Steph Engert, Leiterin des Solinger Tarothauses, das von ihr und der Künstlerin Nora Huszka entworfene Starlight-Dragon-Tarot vorstellte. Dabei erklärte sie nicht nur die kulturellen Hintergründe einzelner Karten, sondern zeigte auch, dass Tarot nicht nur zum Kartenlegen, sondern auch als kreative Inspiration dienen kann. Viele nutzten die Gelegenheit, sich im Anschluss von Steph Engert die Karten legen zu lassen.

Währenddessen ließ Iris Güldenring das Spinnrad surren, und unter dem Motto "Spinn-Weben" webte sie gleich passende Bänder mit Kürbis- und Spinnen-Muster, bevor die Solinger Autorenrunde jede Menge Wesen der Nacht zum Leben erweckte.

Da wurden die Geister, die Engel und die Katzen-Elfen wach und am Ende sogar eine Ledermaus, die auf Fesselspiele steht. Einen atmosphärischen Ausklang boten dann die magischen Klänge, die Uli Putsch und Eela Soley mit Instrumenten und Stimme erzeugten, und die das Publikum so begeisterten, dass es noch zwei Zugebender beiden einforderte.

Quelle: RP
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