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Solingen
"La Bohème" - Künstler in prekären Verhältnissen

Solingen. Man vergisst heute bei der Menge von Stars und Sternchen, die die Medienwelt hervorbringt, gerne, dass die meisten Künstler mittellos sind. Giacomo Puccinis 1896 uraufgeführte Oper "La Bohème" erzählt von Menschen in prekären Verhältnissen, deren Kunst keine Beachtung findet. Allerdings sind sie nur arm an materiellen Gütern, nicht aber an Gefühl.

Marcello, Schaunard, Colline und Rodolfo pflegen eine Künstlerfreundschaft. Mit der koketten Musetta und der fragilen Mimì verbinden den Dichter Rodolfo und den Maler Marcello noch intensivere Empfindungen, die über die Alltagsnöte hinweghelfen. Doch das Glück der Liebenden währt bekanntlich nicht lange. Puccini zeichnet in seiner Erfolgsoper - das Libretto wurde von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa nach dem Roman "Les scènes de la vie de bohème" von Henri Murger verfasst - wirklichkeitsnahe Bilder großstädtischen Lebens und sozialem Außenseitertum. Wie die Geschichte durch ihre Poesie besticht, wirkt auch die Musik durch ihre Unmittelbarkeit und Klarheit zutiefst berührend. Als Gastspiel des Landestheater Detmold ist "La Bohème" am 6. und 7. Oktober im Solinger Theater zu sehen. Es spielen die Bergischen Symphoniker.

(red)
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