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Solingen
Laub fegen - aber richtig

Solingen: Laub fegen - aber richtig
FOTO: Staschik, Olaf (OLA)
Solingen. Rund 900 Tonnen Laub werden in den kommenden Wochen - wie jeden Herbst - in Solingen von den Bäumen fallen. Wohin damit? Hier kommen die wichtigsten Antworten. Von Martin Oberpriller

Herbstzeit ist Laubzeit. Die Blätter färben sich langsam bunt, ehe sie von den Bäumen "rieseln". Doch was für die einen ein schöner Anblick ist, geht anderen gehörig auf die Nerven. Im besten Fall . . . Denn matschiges Laub, das auf Straßen oder Gehwegen liegt, verwandelt diese mancherorts in gefährliche Rutschbahnen, auf denen sich viele Fußgänger bereits schwere Verletzungen, etwa komplizierte Knochenbrüche, zuzogen. Die Kehrmaschinen der Stadt werden also bald wieder Hochkonjunktur haben. Aber das ist nicht alles: Auch Hauseigentümer und Mieter haben Pflichten. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Wer ist verpflichtet, das heruntergefallene Laub aufzufegen? Mit dem Laub, das im Herbst von den Bäumen fällt, verhält es sich im Prinzip so wie mit dem Schnee im Winter: Jeder kehre vor seiner eigenen Haustür. Im Klartext bedeutet dies: Hausbesitzer müssen das Laub, das auf die Gehwege vor ihren Häusern fällt, beseitigen. Eine Pflicht, die in Mehrfamilienhäusern mit Mietwohnungen allerdings auf die dort lebenden Mieter übertragen werden kann. "Das ist in der Straßenreinigungssatzung festgelegt", heißt es dazu aus dem Rathaus. Auf städtischen Straßen und Plätzen sowie auf Grundstücken im Eigentum der Kommune ist hingegen die Stadt selbst im Einsatz. Entdecken Bürger Stellen, an denen durch das Laub eine Gefahr für Passanten ausgehen könnte, sollte die Stadt verständigt werden. In solchen Fällen rückt dann eine Handkolonne aus, um die Gefahren zu beseitigen.

Was sollte beim Laubfegen beachtet werden? Mit dem Zusammenfegen des Laubs auf den Gehwegen ist es noch nicht getan. Die Bürger sind auch dafür verantwortlich, die Blätter zu beseitigen. "Es reicht nicht, einfach das Laub aufzuhäufen", sagt ein Stadtsprecher. Denn die Entsorgungsmitarbeiter des Rathauses können neben der allgemeinen Straßenreinigung nicht auch noch die Laubhaufen auf den Gehwegen entsorgen.

Was ist mit dem Laub zu tun? Oberste Regel ist, dass wiederverwertbare Abfälle, zu denen Laub gehört, auch wirklich wiederverwertet werden. Aus diesem Grund gehören die Blätter auf keinen Fall in den Restmüll. Vielmehr gibt es für Privathaushalte unterschiedliche Möglichkeiten der Entsorgung.

Eignet sich Laub für den Komposthaufen auf dem eigenen Grundstück? Auf jeden Fall. Wie andere Bioabfälle aus dem Haushalt, wozu Fallobst, Gemüsereste, Kaffeefilter, verwelkte Blumen oder Rasenschnitt gehören, eignet sich auch Laub sehr gut zur Kompostierung.

Was ist zu tun, wenn kein eigener Garten vorhanden ist? In diesen Fällen bietet sich die Biotonne an. In den Biotonnen können ebenfalls sämtliche pflanzliche und tierische Abfallprodukte entsorgt werden. Wobei Bürger ihr Laub auch in den städtischen Grünschnittcontainer werfen oder beim Entsorgungszentrum Bärenloch abgeben können.

Was ist dabei zu beachten? Im Entsorgungszentrum Bärenloch nehmen die dortigen Mitarbeiter nur Ladungen bis zu einem Maximalgewicht von 50 Kilogramm entgegen. Darüber hinaus muss das abzugebende Laub frei von sogenannten Störstoffen sein. Plastiksäcke, Tüten, Draht und Schnüre müssen also vor der Abgabe des laubes entfernt werden.

Zu welchen Zeiten ist das Entsorgungszentrum Bärenloch geöffnet? Die Öffnungszeiten sind immer montags bis freitags in der Zeit zwischen 7.30 und 15.45 Uhr sowie an Samstagen von 7.30 bis 12.15 Uhr. Das Entsorgungszentrum befindet sich an der Cronenberger Straße 77.

Wo steht der städtische Grünschnittcontainer? Die Standorte und Öffnungszeiten der Containeranlage können Bürger dem aktuellen Abfallkalender entnehmen. Weitere Informationen sind darüber hinaus in einer städtischen Broschüre enthalten, die im Internet auf der Seite der Stadt Solingen aufgerufen werden kann.

Quelle: RP
 
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