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Solingen
Leichtfüßig alt werden: Seniorenmesse lädt ein

Solingen: Leichtfüßig alt werden: Seniorenmesse lädt ein
So können Gleichgewicht und Atmung geschult werden: Auf der Seniorenmesse können die Besucher aktiv werden - oder sich alternativ auch bei Kaffee und Kuchen entspannen. FOTO: Schierenbeck (DPA)
Solingen. 22 Aussteller aus den Bereichen Fitness, Gesundheit, Leben, Kultur, Reisen und Finanzen präsentieren sich bei der "Aktivia" am 24. Oktober. Von Lisa Kreuzmann

"Die Kinder und Enkelkinder leben in München, die Großeltern in Solingen", erklärt Nina Efker von der Initiative "Zuhause leben" - da komme ein Telepräsenzroboter gerade recht. Diesen und noch viele weitere technische Hilfestellungen im Alter, wie höhenverstellbare Waschbecken oder ein automatisch abschaltbarer Herd, können Menschen in der spät- und post-beruflichen Lebensphase am Samstag, 24. Oktober, bei der neunten Solinger Seniorenmesse Aktivia ungezwungen für sich ausprobieren. Denn immer wenn Mensch auf technische Innovation treffe, stelle sich oft die Frage: "Technik - Fluch oder Segen", erzählt Nina Efker, die das Projekt "Technik im Alter" betreut. Doch die Meisten seien erst einmal neugierig.

Auch Manfred Kartenberg von der Stadt-Sparkasse Solingen - das Geldinstitut richtet die Messe wie jedes Jahr in Kooperation mit dem Seniorenbeirat der Stadt Solingen aus - ist sich sicher: "Dieses Mal wird es richtig spannend". Und er rechnet erneut mit einer hohen Besucherzahl. Bei 22 Ausstellern aus den Bereichen Fitness, Gesundheit, Leben, Kultur, Reisen und Finanzen können sich die Besucher Ideen und Unterstützung für das Älter werden einholen. Etwa, wie man auch über 50 fit und beweglich bleiben kann. Denn für Christopher Winter vom Solinger Sportbund ist klar: "Bewegung und Alter, das gehört ganz klar zusammen". Und so führt der Sportbund nicht nur in Krafttraining und Koordinationsübungen ein, sondern bietet auch etwa Workshops in der chinesischen Meditationsform Chigong an. "Auch Senioren haben Stress im Alltag", sagt Winter.

Ein Wohnprojekt, bei dem verschiedene Generationen zusammen leben können, wollen Anette Berkholz und Angelika Nowotka schaffen. Mit ihrem Verein Wohnen in Gemeinschaft werden auch sie bei der Messe Aktivia vertreten sein. Ihr Ziel: ein Miteinander der Generationen und eine Gemeinschaft von Menschen unterschiedlicher Herkunft zu ermöglichen - als "Alternative zur Anonymität der Großstadt", wie sie sagen. Und auch die Solinger Verkehrswacht wird bei der Messe dabei sein. So ist es der eine Grundgedanke, der die Aussteller und Organisatoren der Messe eint: im Alter mobil und aktiv bleiben - aber das sicher und möglichst unbeschwert. Die Polizei informiert daher über sichere Kleidung im Alter und bietet Seh-und Reaktionstests an.

Hans-Reiner Häußler will noch mehr schaffen, nämlich die Senioren "hinter den Öfen hervorlocken", wie er sagt. Schließlich habe der eine oder andere etwas Zeit übrig. Und die, findet der Vorsitzende der Solinger Freiwilligenagentur, sei in ehrenamtlicher Beteiligung sehr gut angelegt. Die Agentur berät auf der Messe im persönlichen Gespräch, welche Ehrenämter möglich sind. Ergänzt wird das Angebot der Aussteller durch Vorträge zu Themen wie der Finanzierung von Umbauarbeiten für ein altersgerechtes Wohnen, oder auch zu Demenz.

Organisatorin Katharina Emons von der Stadt-Sparkasse freut sich, dass die Ausstellungshalle der Hauptstelle, Kölner Straße 68-72, auch dieses Jahr "proppenvoll" sein wird. Die Messe ist zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet.

Quelle: RP
 
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