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Solingen
Lichterglanz im Ohligser Hüttendorf

Solingen. Der Weihnachtsdürpel im Park begeisterte durch eine stimmungsvolle Beleuchtung, vielfältige Angebote an den Ständen und ein abwechslungsreiches Kinderprogramm. Von Alexander Riedel

Schon von weitem wies der grünlich schimmernde Turm des Eckhauses den Besuchern den Weg: Zum Weihnachtsdürpel im Park erstrahlten nach Einbruch der Dunkelheit fünf Häuser der Umgebung in bunten Farben. Möglich gemacht hatten das Anwohner in Absprache mit der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft (OWG), unter ihnen auch Michael Vermöhlen: "Das war ein tolles Bild", freute er sich.

Die Gäste des Ohligser Weihnachtsmarktes, dessen Schwerpunkt zum dritten Mal im Park neben der evangelischen Stadtkirche an der Wittenbergstraße lag, wähnten sich in den Abendstunden wie in einer anderen Welt: Scheinwerfer verliehen den Bäumen der Umgebung einen nahezu mystischen Charakter. Licht spielte auch an der Wittenbergstraße wieder eine große Rolle. Schüler der Geschwister-Scholl-Schule illuminierten einmal mehr die Fassade des alten Postgebäudes.

Schon zum Auftakt am Freitag strömten die Besucher in Scharen in den Park, umlagerten die rund 20 Holzbuden, die Glühwein und andere heiße und kalte Getränke sowie allerlei Kunsthandwerk und Grillgut anboten, und wippten zu den neu arrangierten Weihnachtsliedern der Solinger Coverband "Secret Mail" mit. Am Samstagnachmittag kamen vor allem die Kinder vor der Bühne auf ihre Kosten: "Janina & Fug", bekannt unter anderem aus der WDR-Sendereihe "Wissen macht Ah!", sangen mit den jungen Gästen, animierte sie zum Tanzen - und hatten auch kleine Geschenke mitgebracht. "Bei uns hat sich der Nikolaus eingehakt und mitgeschunkelt", schmunzelte Britta Unruh, die mit ihrer jüngsten Tochter Mercedes (8) den Weihnachtsdürpel besuchte. "Wir schauen uns alles an, dann helfen wir gemeinsam an einem der Stände der Geschwister-Scholl-Schule aus, weil meine älteste Tochter dort zur Schule geht", erklärte die vierfache Mutter. Die Angebote der Ohligser Gesamtschule bildeten eine Art Bindeglied zwischen den Hütten im Park und rund 20 weiteren Ständen in der Fußgängerzone. Die von den Stadtwerken gesponserte Bimmelbahn "Rasende Berta" nahm Eltern und ihre Kinder mit auf eine gemütliche Fahrt von der evangelischen Stadtkirche bis zum Marktplatz. Neben Schulen und Kindergärten beteiligten sich erneut auch Vereine und private Gruppen am Weihnachtsdürpel.

Erstmals dabei war am Wochenende das Friedensdorf-Netzwerk, das sich für die medizinische Versorgung von Kindern aus Krisengebieten einsetzt. Für den guten Zweck gingen am Stand der Initiative die verschiedensten Waren über den Tresen: Das Angebot reichte von Gläsern selbst gemachter Marmelade über Grußkarten mit eindrucksvollen Solinger Motiven und Wollsocken für den Winter, die Unterstützer des Netzwerks hergestellt hatten, bis zum Buch "Mein Leben ohne Kindheit" mit der dramatischen Lebensgeschichte des kambodschanischen Autors Chau Kim Heng. "Wir haben hier eine neue Möglichkeit, uns zu präsentieren", freute sich Cerstin Tschirner vom Netzwerk und lobte das "schöne Flair" des Weihnachsdürpels.

Quelle: RP
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