| 00.00 Uhr

Solingen
Lichtmasten verschwinden aus City

Solingen: Lichtmasten verschwinden aus City
Die Zeiten sind vorbei: Früher mussten die Masten (wie hier 2011) regelmäßig gewartet werden. An der Konrad-Adenauer-Straße werden nun sämtliche rund 30 Meter hohen Leuchten demontiert. FOTO: Kempner Martin
Solingen. Die Stadt hat gestern begonnen, zwei weitereder Großleuchten in der Nordstadt abzubauen. Neun der 14 Stahlriesen bleiben aber in Betrieb. Von Uwe Vetter und Martin Oberpriller

Über mehrere Jahrzehnte hinweg gehörten sie zum Erscheinungsbild der Nordstadt wie das Theater und Konzerthaus, das nur einige Meter entfernt steht. Doch jetzt sind die Tage der schlanken Stahlkonstruktionen mit den markanten Leuchtkränzen auf der Spitze zumindest teilweise gezählt. Denn am Dienstagabend hat die Stadt Solingen damit begonnen, zwei weitere Lichtmasten an der Konrad-Adenauer-Straße abzubauen.

Heute, spätestens aber am Donnerstag sollen die rund 30 Meter in den Himmel ragenden Leuchten in Höhe des Theaters beziehungsweise an der Ecke Potsdamer Straße abmontiert sein. Zuvor waren im vergangenen Jahr schon die baugleichen, ebenfalls aus den 70er Jahren stammenden Masten von der Bushaltestelle am Rathaus sowie von der Kreuzung Merianstraße verschwunden.

Dabei planten die verantwortlichen Beamten die zweite Runde des Abbaus während der zurückliegenden Wochen erneut geradezu generalstabsmäßig. Beispielsweise wurden nach Angaben der städtischen Projektleiterin für den Umbau der Konrad-Adenauer-Straße, Anke Klink, unter anderem große Spezialkräne als Plattform für die Demontage in die Nordstadt beordert. Und zudem bestellten die zuständigen Stellen in der Verwaltung voluminöse Tieflader zum Abtransport der jeweils fünf bis sechs Meter langen Teile, aus denen die einzelnen Masten bestehen.

FOTO: Kempner Martin

Indes ist in dieser Woche mit dem Abbau die Epoche der Großleuchten am Nordrand der Solinger Innenstadt beileibe nicht beendet. Denn als sich die Stadtverwaltung vor über 40 Jahren dazu entschieden hatte, den Bereich zwischen Schlagbaum und heutigem neuen Rathaus fortan in helles Licht zu tauchen, waren seinerzeit insgesamt 13 der überdimensionalen Laternen errichtet worden, von denen nach derzeitigen Planungen immerhin neun auch in Zukunft in Betrieb bleiben sollen.

So sorgen an der Kreuzung Schlagbaum bis zum heutigen Tag zwei Lichtmasten in den Abendstunden sowie nachts für den richtigen Durchblick bei den Autofahrern, während an der Kuller Straße und an der Kronprinzenstraße weitere Leuchten stehen. Und dort werden sie nach Lage der Dinge das Weichbild der Klingenstadt noch eine ganze Weile mitprägen, da dieser Bereich nicht zu jenem Entwicklungsgebiet gehört, das im Zuge der Neugestaltung der Konrad-Adenauer-Straße ein modernes Aussehen erhält.

Gleichwohl erhofft sich die Stadt bereits von den jetzt durchgeführten Veränderungen eine deutliche Aufwertung der Nordstadt. "Die alten Masten entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen", sagte gestern eine Rathaus-Sprecherin im Gespräch mit unserer Redaktion. So hätten sich einerseits die ästhetischen Wahrnehmungen geändert. "Inzwischen wird im öffentlichen Raum mehr Wert auf ein eher behagliches Licht gelegt", betonte die Sprecherin, die darüber hinaus aber auch noch ganz handfeste Gründe für die Demontage der in die Jahre gekommenen Leuchten ins Feld führte.

"Die neuen Laternen werden aktuellen energetischen Maßstäben genügen", hieß es aus dem Rathaus. Wobei dies nicht alles ist, was für die moderne LED-Beleuchtung spricht. Vielmehr erwarten sich die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung neben einer nachhaltigen Verbesserung der Energiebilanz überdies positive Auswirkungen auf den eigenen Haushalt. Der Grund: Die neuen Leuchten können sich der Uhrzeit und dem Verkehrsaufkommen anpassen. So werden die Laternen in den Nachtstunden, wenn nicht viele Autos unterwegs sind, heruntergedimmt.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Solingen: Lichtmasten verschwinden aus City


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.