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Solingen
Liebeserklärung an Gräfrath aus vielen Blickwinkeln

Solingen: Liebeserklärung an Gräfrath aus vielen Blickwinkeln
Filmemacher Jens López bei den Dreharbeitenauf dem Gräfrather Markt. FOTO: S. Köhlen
Solingen. Im Stadtteil haben die Dreharbeiten für einen Imagefilm begonnen. Die Produktion übernimmt der Filmemacher Jens López.

Cornelia Kreitzberg ist ein wahrer Gräfrath-Fan. Sie liebe den Stadtteil "heiß und innig" und sei sehr glücklich, dort wohnen und arbeiten zu können, sagt Kreitzberg, die in Gräfrath ihr Geschäft Jack's Gift Company betreibt. Ihre Begeisterung für Gräfrath will die gebürtige Kasselerin jetzt teilen - und vor allem weitergeben: Am letzten März-Wochenende, zum Einjährigen des Gräfrather Wochenmarkts, haben auf dem Marktplatz Dreharbeiten für einen Gräfrath-Imagefilm begonnen. Spätestens im Sommer soll er fertig sein.

"Die Idee dazu gab es schon lange", sagt Cornelia Kreitzberg, durch den Kontakt mit dem Filmemacher Jens López sei sie schließlich immer konkreter geworden. "Ich habe dann einige Gräfrather angeschrieben, wer mitmachen möchte." Und viele wollten: Die Resonanz, sagt Kreitzberg, sei sehr positiv. Gastronomen, Einzelhändler, Hoteliers, Künstler, Vereine und andere beteiligen sich an dem Projekt, das von ihnen privat finanziert wird. Der nächste Drehort steht schon fest: heute zur Kulturnacht wird Jens López in Gräfrath filmen. "Wir warten im Moment noch ein wenig darauf, dass die Natur mehr explodiert, damit wir richtig schöne Außenaufnahmen machen können", verrät Cornelia Kreitzberg.

Die Liste der Drehorte ist lang: Lichtturm, Fauna, Brunnen und Marktplatz, Hotels und Geschäfte, Restaurants und Cafés, Ateliers, Museen und Kirchen sollen aufgenommen werden. "Natürlich muss ganz Gräfrath drauf", sagt Kreitzberg. Vor allem aber soll der Film die Menschen zeigen, die hier leben und arbeiten. Und jene Ecken des Stadtteils, die sonst im Verborgenen bleiben, die hinter Türen und Gartentoren verschlossen sind, die Hinterhöfe, die stillen Ecken und Winkel, das Außergewöhnliche. "Reise, wo du lebst", soll das Motto der filmischen Liebeserklärung an den Stadtteil sein, der nach seiner Fertigstellung im Internet für Gräfrath werben soll.

Filmemacher Jens López ist dabei vor allem eins wichtig: Der Film soll kein typischer Imagefilm werden, viel mehr will er das Lebensgefühl im Stadttteil einfangen, eine Art Kurzdokumentation schaffen. "Wir wollen zeigen, was den Stadtteil ausmacht und zugleich einen Blick hinter die Kulissen wagen, der nicht nur auf das gerichtet ist, was jeder kennt, sondern die versteckten Sachen hervorhebt, transportiert durch die Menschen, die hier leben und arbeiten." Es gehe darum, von den üblichen Wegen abzuweichen und so die Zuschauer auf eine Entdeckungsreise durch Gräfrath mitzunehmen. Fünf bis sechs Stunden Material, schätzt López, wird er am Ende haben, um daraus einen Film von rund fünf Minuten Länge zu machen. "Je mehr Material man hat, desto besser ist es", sagt der 44-Jährige. Er hat viele Jahre zunächst als Kameraassistent, dann als Kameramann gearbeitet und bei verschiedenen Fernsehserien, unter anderem der Lindenstraße, sein Handwerk gelernt. Seit zwei Jahren ist der Aufderhöher mit seiner eigenen Videoproduktion selbstständig. Er freut sich auf die Dreharbeiten zwischen Lichtturm und Klosterkirche, zwischen Brunnen und Fachwerkhäusern. "Die Herausforderung besteht darin, alles ein bisschen anders zu machen und Gräfrath in seiner Vielfalt in einem guten Querschnitt zu zeigen."

(mxh)
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