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Landtagswahl Nrw
Lüdemann (Grüne): Namen als Programm

Wenn es jemanden gibt, der die Grünen sowie deren Entwicklung wie seine eigene Westentasche kennt, dann ist das wohl Klaus Lüdemann. Denn als der 1958 in Paderborn geborene Wuppertaler vor rund 30 Jahren in die Partei eintrat, gehörten die Grünen noch lange nicht zu den normalen politischen Kräften im Land.

Zugegeben, seitdem hat sich viel verändert. Mittlerweile ist die Partei seit sieben Jahren an der Landesregierung beteiligt. Und aus der in den 80er Jahren doch eher unkonventionellen Gruppe ist eine etablierte Kraft geworden. Gleichwohl hat sich Klaus Lüdemann ein bisschen was von der früheren Originalität bewahrt. So kennen den Endfünfziger in seiner Wahlheimatstadt nach eigenem Dafürhalten mehr Leute unter dem Pseudonym "Klaus vom Ölberg" als unter seinem richtigen Namen - was daran liegt, dass sich Lüdemann seit Jahren für das Quartier Ölberg in Elberfeld mit seinen Häusern aus der Gründerzeit stark macht. Und auch sonst ist der Ingenieur und Vater einer Tochter sich und den Ursprüngen der Partei treu geblieben. Denn neben dem Umweltschutz steht für den Wuppertaler, der seit Ende der 90er Jahre in der Lokalpolitik aktiv ist, mit der Integration ein weiteres grünes Hauptthema im Zentrum. Dabei spiegelt sich das Bemühen um ein gutes Zusammenleben von Deutschen und Migranten unter anderem im Namen seiner Tochter wider. Die heißt nämlich Diren. Was Türkisch ist und "Wehr Dich" bedeutet. Ihren Namen hat Diren übrigens bekommen, weil sich ihre Eltern bei Nachtwachen nach dem Brandanschlag von Solingen 1993 kennengelernt hatten.

(or)
 
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