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Solingen
LVR baut psychiatrische Klinik

Solingen: LVR baut psychiatrische Klinik
LVR-Direktor Holger Höhmann rechnet mit Kosten von rund 10 Millionen Euro. FOTO: Archiv
Solingen. Neubau soll bis Ende 2017 stehen und Versorgung Solinger Patienten sichern. Von Martin Oberpriller

Geht es nach den Verantwortlichen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), wird die Gegend um das Solinger Klinikum schon bald einer großen Baustelle gleichen. Der LVR plant, bis Ende 2017 an der Frankenstraße im Stadtbezirk Gräfrath eine neue allgemein-psychiatrische Klinik inklusive einer Ambulanz zu bauen. Einen entsprechenden Beschluss fasste gestern der unter anderem auch für Solingen zuständige Krankenhausausschuss beim Landschaftsverband.

Mit dem Projekt, das nach augenblicklichem Stand zwischen 10,3 und 10,5 Millionen Euro kosten wird, will der LVR eine momentan klaffende geografische Lücke bei der Versorgung psychisch Kranker schließen. "Mit dem Neubau soll der Bereich Solingen abgedeckt werden", sagte der Vorsitzende des Klinikvorstandes und kaufmännische Direktor der LVR-Klinik Langenfeld Holger Höhmann. Zurzeit werden Patienten aus der Klingenstadt noch in der LVR-Klinik Langenfeld selbst medizinisch versorgt.

Gleichzeitig trat Holger Höhmann eventuellen Befürchtungen in der Bevölkerung entgegen. Bei der Klinik, mit deren Bau im Frühjahr kommenden Jahres begonnen werden soll, handele es sich weder um eine forensische Einrichtung, noch würden dort zwangseingewiesene Menschen behandelt, so Höhmann. Vielmehr sollen in der neuen Klinik mit ihren zwei Abteilungen sowie 40 Betten nach der Fertigstellung solche Patienten betreut werden, die zum Beispiel an Depressionen und Persönlichkeitsstörungen leiden.

Den Ausschlag für die Wahl des Standorts Frankenstraße gab zum einen das Vorhaben, die bisherige Einrichtung in Langenfeld zu dezentralisieren. So ist in Leverkusen ebenfalls ein Neubau vorgesehen. Zum anderen sprach aber auch die bereits heute bestehende Infrastruktur rund um das Klinikum für den Standort. "Sowohl die verkehrstechnische Anbindung mit Bussen als auch die Nähe zum Klinikum selbst sind Vorteile", sagte LVR-Direktor Höhmann.

Denkbar ist beispielsweise, dass Einrichtungen des Klinikums wie etwa die Röntgenabteilung später von der neuen Dependance des LVR mitbenutzt werden. "Über solche Fragen stehen wir im Augenblick in Verhandlungen mit den Verantwortlichen des Klinikums", sagte Holger Höhmann, der die gute Atmosphäre bei diesen Gesprächen ausdrücklich lobte.

Quelle: RP
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