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Solingen
LVR-Klinik feiert ihren 30-Millionen-Neubau

Solingen. Mit 30,5 Millionen Euro Kosten wird das neue Gebäude der auch für Solinger Kranke zuständigen LVR-Klinik eines der teuersten in Langenfeld sein. Der Rohbau steht und so ist zu erkennen, was mit der Summe erreicht wird. Von Stephan Meisel

Das neue Stationsgebäude der Abteilungen Allgemeine Psychiatrie und Suchtkrankheiten wird 144 Betten haben. Zwei Flügel umschließen einen Innenhof, auf den die Gäste des Richtfests nun einen ersten Blick warfen. "Im Hinblick auf die Dezentralisierung ist dieses Projekt sehr wichtig", sagte der beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) für Gebäude zuständige Dezernent Detlef Althoff.

Nach seinen Angaben soll das Haus Anfang 2018 fertig sein. In der Allgemeinen Psychiatrie werden Menschen behandelt, die etwa manisch-depressiv sind, an Angstzuständen leiden oder in einer Lebenskrise stecken. Laut Chefarzt Dr. Wolfgang Schwachula wird die Verringerung der Bettenzahl im Neubau von insgesamt 240 auf 144 andernorts aufgefangen. "Wir wollen die Angebote weiter dezentralisieren." Hierfür werden in mehreren Städten der Region, darunter auch in Solingen am Klinikum, Kapazitäten für die ambulante Versorgung geschaffen.

Nach Angaben von LVR-Klinikdirektor Holger Höhmann gehört zu dem Dezentralisierungskonzept beispielsweise das Gerontopsychiatrische Zentrum mit Tagesklinik und Ambulanz in Langenfeld. Voraussichtlich 2017 werde ein Neubau errichtet. Bis Mitte 2018 entsteht am Klinikum Leverkusen eine Tagesklinik. In Solingen, wo sich schon ein gerontopsychiatrisches Zentrum befindet, baut der LVR seit Juli zwei Stationen mit je 20 Betten. Und in Mettmann soll eine weitere Tagesklinik entstehen.

"Die Projekte werden parallel umgesetzt", sagte Höhmann. Herzstück werde aber das Haus in Langenfeld sein. Wie beim Richtfest zu erkennen war, umschließen die Flügel des Gebäudes jeweils ein Atrium sowie einen Innenhof. Die Aufnahme lässt sich von Krankentransportwagen gut anfahren.

Nach Angaben der Architekten Robert Gorsic und Maximilian Behr (Büro Sander/Hofrichter) wird das Haus barrierefrei sein und mit energieeffizientem Passivhausstandard deutlich über die geltenden gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.

Über einen Pavillon und zwei daran anschließende, verglaste Gänge werde es mit dem Haus für Gerontopsychiatrie und Röntgenabteilung verbunden.

Quelle: RP
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