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Solingen
Mal laut, mal leise - so starten die Solinger ins neue Jahr

Solingen: Mal laut, mal leise - so starten die Solinger ins neue Jahr
Karen Leiding (Sportbund). FOTO: Kempner, Martin (mak)
Solingen. Eine der größten "Silvesterpartys" der Stadt wird auch in diesem jahr wieder an einem Ort stattfinden, von dem man dies zunächst gar nicht vermuten würde. Alexander Moritz arbeitet bereits im vierten Jahr als Hausmeister im Tierheim Glüder im Solinger Süden. Und wie in den Jahren zuvor wird Moritz heute erneut gemeinsam mit seiner Frau Sandra Matzke, Hündin "Ashanty" sowie vielen anderen Tierheim-Bewohnern das neue Jahr 2016 begrüßen. Von Martin Oberpriller

Alexander Moritz lebt mit seiner Familie in einer Wohnung auf dem Tierheim-Gelände. Dabei ist die Bezeichnung "Party" aber vielleicht doch nicht ganz die richtige Bezeichnung für das, was sich um Mitternacht in Glüder abspielen wird. Rund 15 Hunde, ungefähr 30 Katzen sowie etliche weitere Kleintiere leben zurzeit in dem Tierheim, das weit auswärts der Stadt im Tal der Wupper liegt. Dennoch ist es in den vergangenen Jahren immer mal wieder vorgekommen, dass Böller sowie Raketen auch in Glüder zu hören waren. Und für die Tiere bedeuten diese verirrten Neujahrsgrüße stets aufs Neue puren Stress. "Vor allem die Hunde sind sehr lärmempfindlich", sagt Alexander Moritz. Hundedame "Ashanti" verkriecht sich zum Beispiel aus Angst vor den lauten Krachern regelmäßig unter einem Tisch, weiß der Tierheim-Hausmeister aus Erfahrung. Darum wird Moritz - wie schon in den vergangenen Jahren - in der Silvesternacht für seine Schützlinge da sein und den Übergang "mit einem leckeren Essen" hoffentlich leise feiern.

Conrad Trouillier (Stadtwerke). FOTO: Kempner, Martin (mak)

Dagegen wird es Renate Kemperdick heute - zumindest im übertragenen Sinne - richtig krachen lassen. Die Künstlerin, die zuletzt für das Solinger Stadtensemble als Till Eulenspiegel bei der Eigeninszenierung des Kinderstücks vor Weihnachten auf der Bühne stand, zieht es zum Start in das neue Jahr nach Wuppertal. "Ich werde eine Party besuchen, bei der sehr viel getanzt werden wird", verrät Kemperdick. Einer wird dabei allerdings zu Hause bleiben müssen. "Der Till Eulenspiegel kommt nicht mit", sagt die Schauspielerin lachend, die sich nach den Auftritten der zurückliegenden Wochen zu Silvester einfach einmal nur entspannen und feiern möchte.

Gleiches hat auch Bürgermeister Carsten Voigt im Sinn - nur dass sich der Christdemokrat und frischgebackene Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat eine Auszeit von der politischen Bühne nimmt und noch weiter verreist. "Wir werden mit Teilen der Familie, einigen Freunden und Bekannten in unserem Ferienhaus feiern", sagt Voigt, der zum Jahreswechsel in das niederländische Örtchen Maasbrie unweit von Venlo reist. Dort stehen heute Abend ein gemütlichen Raclette-Essen sowie das Beobachten des Feuerwerks auf dem Programm, während die älteren Kinder von Carsten Voigt das Haus im heimischen Solingen bewachen.

Alexander Moritz mit Sandra Matzke und "Ashanti". FOTO: Kempner

Raketen bestaunen - das ist auch das, was sich Conrad Troullier, Geschäftsführer der Verkehrssparte bei den Stadtwerken Solingen, für den Jahreswechsel 2015/2016 vorgenommen hat. Allerdings wird Troullier - im Gegensatz zu Bürgermeister Voigt - das Feuerwerk nicht in der Ferne, sondern vom eigenen Wohnzimmer aus beobachten. "Wir begrüßen das neue Jahr ganz traditionell mit einigen Freunden und einem guten Fondue", sagt Conrad Troullier.

So ähnlich wird der heutige Abend auch bei Martin Idelberger, Marketing-Chef der Stadt-Sparkasse Solingen, zugehen. "Wir feiern ebenfalls zu Hause", berichtet Idelberger, der ebenfalls mit Freunden um null Uhr auf das neue Jahr 2016 anstoßen wird.

Zum selben Zeitpunkt wird auch Karen Leiding, Geschäftsführerin des Solinger Sportbundes, noch wach sein. "Wir feiern bei uns zu Hause zu Dritt", sagt Leiding mit einem Lachen. Zusammen mit ihrem Partner sowie mit dem zweijährigen Sohn wird die Geschäftsführerin in das Jahr rutschen. Wobei die Familie, da ist sich Karin Leiding ziemlich sicher, um Mitternacht, wenn die Raketen steigen werden, nicht mehr ganz "komplett" sein wird. "Unser Sohn wird dann schlafen", sagt die Mutter. Was ja auch eine schöne Alternative ist: ein echter "Traumstart" ins neue Jahr.

Quelle: RP
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