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Solingen
Martin Emmrich feiert seine Traumhochzeit

Solingen. Es ist eine Liebesgeschichte, die aus einem Bilderbuch stammen könnte. Die Tennisspieler Martin Emmrich und Michaella Krajicek lernten sich vor zwei Jahren kennen und sind seit ihrer Hochzeit auf Wolke acht, wie der ehemalige Spieler des Solinger TC es nennt. Von Thomas Rademacher

Martin Emmrich ist sehr offen, wenn er über seine Liebe zu Michaella Krajicek spricht. "Es war so etwas, wie Liebe auf den ersten Blick", sagt der Tennisspieler über den Moment, als er seine Frau zum ersten Mal gesehen hat. Zwei Jahre später fühlt sich der ehemals in Solingen sesshafte Doppelspezialist als glücklichster Mensch der Welt. Vor einer Woche heiratete das Paar in einem Schloss im tschechischen Dobris. "Es hat einfach nichts gefehlt", meint Emmrich.

Dass der 30-Jährige Michaella Krajicek heiraten wollte, hatte er bereits nach vier Monaten des Zusammenseins geahnt. "Schon da habe ich ihre Familie gefragt, ob ich um ihre Hand anhalten dürfte." Genauso klassisch ging es weiter. Vor einem Jahr machte er ihr einen Antrag nach einem ihrer Matches in s'Hertogenbosch (Niederlande), wo sich die Beiden in der Saison zuvor auf der Terrasse kennengelernt hatten. Unter Tränen der Rührung hatte Krajicek "ja" gesagt.

Schnell beschloss das Paar, in der Tschechischen Republik zu heiraten.

"Wir haben uns früh darauf festgelegt, dass es in der Nähe von Prag sein sollte", erläutert Martin Emmrich. "Fast ihre gesamte Familie ist dort, und ich fühle mich in keiner Stadt in Deutschland so zu Hause, dass sich eine Hochzeit hier angeboten hätte." Auch auf das Schloss in Dobris legten sich die Beiden schon früh fest. Doch einen geeigneten Termin für die Trauung zu finden, gestaltete sich schwerer. "Es musste ein Wochenende sein, an dem wir beide frei haben und das Schloss verfügbar ist. Außerdem sollte der Termin unbedingt im Sommer sein."

Vor einer Woche war es dann endlich soweit, und Emmrich fühlte sich wie ein Gast auf seiner eigenen Hochzeit. "Das ist positiv gemeint", unterstreicht der Sportler. "Michaella hat fast alles organisiert, und es war absolut perfekt." Vom Einzug der Braut mit ihrem Vater in die Kapelle, über den ersten Hochzeitstanz zu Ed Sheerans "Thinking Out Loud" bis zum abschließenden Feuerwerk. "Mir liefen die Tränen herunter, als ich sie in ihrem Kleid gesehen habe. Sie sah unglaublich schön aus", beschreibt Emmrich. "Besser hätte ich mir die gesamte Hochzeit nicht vorstellen können." 120 Gäste hatte das Paar eingeladen. Dass in der lebhaften Tennisszene nicht alle kommen könnten, hatten sie vorher geahnt. Alle Freunde vom Solinger Tennis-Club mussten zum Beispiel absagen, weil der Verein zeitgleich in der 2. Bundesliga spielte. "In Bezug auf die Herren-Weltrangliste waren wir dünn besetzt, aber bei den Damen waren viele da, wie etwa das gesamte tschechische Fed-Cup-Team." Eine Legende durfte natürlich auch nicht fehlen. Richard Krajicek ist der Halbbruder von Michaella und inzwischen ein Freund Emmrichs geworden. "Er war auch einer meiner Trauzeugen", berichtet er über den Wimbledon-Sieger von 1996.

Die Hochzeit war nun die vorläufige Krönung in der Beziehung von Martin Emmrich und Michaella Krajicek, die sich als Tennisprofis natürlich nicht immer sehen könnnen. "Wir sehen zu, dass wir zumindest immer auf dem gleichen Kontinent sind", sagt der 30-Jährige. "Aber eigentlich wäre es mir das Allerliebste, wenn ich sie jeden Tag um mich rum hätte. Es sind so viele Kleinigkeiten, die ich vermisse, wenn sie nicht da ist." Wenn die beiden Sportler gerade nicht ihrem Beruf nachgehen, wohnen sie gemeinsam in Erkrath, Prag oder zeitweise sogar in Florida. Kinder plant das Paar in vier oder fünf Jahren.

Quelle: RP
 
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