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Solingen
Maximal 58 Plätze in Fürker Irlen

Solingen: Maximal 58 Plätze in Fürker Irlen
' Sanitäre Anlagen inklusive Duschen sind in diesen provisorisch errichteten Containern untergebracht. FOTO: Kempner, Martin (mak)
Solingen. Über 50 Personen informierten sich gestern Abend über die Unterbringung von Flüchtlingen in der ehemaligen Grundschule Fürker Irlen in Merscheid. Von Uwe Vetter

Mit diesem Andrang in der Mensa der Carl-Ruß-Schule an der Fürkerfeldstraße hatten Udo Stock von der Zentralen Koordinierungsstelle für Flüchtlingsarbeit in Solingen sowie der Leiter des Stadtdienstes Soziales, Jürgen Albermann, nicht gerechnet: Mehr als 50 Personen waren gestern Abend zur Bürgerversammlung gekommen, um sich über die Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Grundschulgebäude Fürker Irlen zu informieren. "Wir freuen uns über das Interesse", sagte Stock, der ebenso wie Albermann betonte, dass die Nutzung des alten Schulgebäudes nur vorübergehend sein soll. "Nicht über Monate, sondern über wenige Wochen", sagte Albermann, "wir wollen das nicht in die Länge ziehen".

Doch diese Notunterkunft, die in den früheren Klassenräumen Platz bietet für maximal 58 Asylbewerber, muss nun früher als zunächst geplant in Anspruch genommen werden. Bekam Solingen bislang monatlich im Durchschnitt 50 Flüchtlinge zugewiesen, so waren es im Juli schon 80. "Angesichts der Zuweisungen werden wir Fürker Irlen wohl in der übernächsten Woche brauchen", so der Leiter des Stadtdienstes Soziales. Er versicherte, "dass in Fürker Irlen nur Familien und keine Einzelpersonen" untergebracht werden.

Aus welchen Ländern die Flüchtlinge kommen, dies könne man derzeit nicht sagen. "Zuletzt hatten wir überwiegend Zuweisungen von Menschen aus Syrien und Albanien", so Albermann, der wie Udo Stock für eine weiter gute Willkommenskultur in Solingen warb. Damit stieß sie bei den Bürgern gestern Abend auf offene Ohren. Denn die zeigten sich durchweg engagiert und hilfsbereit. Vertreter von Kirchengemeinden waren ebenso vor Ort wie Anwohner, die insbesondere wissen wollten, wie sie den Flüchtlingen am besten helfen können - beispielsweise mit Spenden, Kleidung oder Patenschaften. "Wir müssen auf die Menschen freundlich zugehen, dann kommt auch Freundlichkeit zurück", erklärte ein Merscheider, "wir helfen gerne und unkompliziert", so der Rentner. Was man tun kann und wie man vor Ort helfen kann, dass erfahren Solinger über die Koordinierungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe (Telefon 59 44 82 35). "Wir bemühen uns, das große ehrenamtliche Engagement zu bündeln", sagte Udo Stock. Betont wurde von der Verwaltung, dass Fürker Irlen nur vorübergehend als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt werden soll, Priorität habe die Nutzung von Wohnraum. "Wir wollen in Fürker Irlen über kurz oder lang wieder eine Kita unterbringen."

Quelle: RP
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