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Solingen
Mehr als "irgendwas mit Sternen"

Solingen. Kabarettist Vince Ebert ist Schirmherr des zukünftigen Galileums. Er hat nachgefragt, wie es mit dem Großprojekt läuft. Von Verena Kensbock

Die Bauarbeiten für das Planetarium laufen seit August dieses Jahres. Bald soll das kugelförmige Gebäude Sternwarte und Planetarium unter einem Dach vereinen. Schirmherr des Projekts ist Vince Ebert. Der ARD-Moderator und Wissenschaftskabarettist hat sich mit den Initiatoren Guido Steinmüller und Dr. Frank Lungenstraß von der Sternwarte Solingen getroffen, um über das Großprojekt zu sprechen.

Schon bei der Grundsteinlegung des Galileums vor wenigen Wochen war Vince Ebert dabei und blickt bewegt auf diesen Moment zurück. Für die beiden Initiatoren bleibt der Tag ebenfalls unvergesslich, sagt Guido Steinmüller. "Eduard Thomas vom Mediendom Kiel hat uns eine Lizenz für das Programm 'Orchideen - Wunder der Evolution' geschenkt. Das ist ein wunderbarer Start." Das Programm soll den Menschen im Bergischen Land zeigen, dass das Galileum mehr ist, als "irgendwas mit Sternen".

Im Dezember 2017 steht die Eröffnung der Sternwarte auf dem Plan. Guido Steinmüller gesteht allerdings ein, dass der Zeitplan etwas optimistisch sei. "Ich fürchte, es kann doch ein Termin Anfang 2018 werden", sagt der Präsident des Galileums. Ein Zurück gebe es aber nicht mehr. "Die Sternwarte an der Sternstraße ist bereits verkauft, der neue Eigentümer will die Immobilie eigentlich zum November 2017 übernehmen", sagt Schatzmeister und Geschäftsführer Frank Lungenstraß. "Spätestens im Januar 2018 aber müssen wir die Sternwarte verlassen und die neuen Räume im Galileum beziehen."

Bis dahin liege allerdings noch eine Menge Arbeit vor dem Team: vor allem die Baustelle, der Kauf der Planetariumstechnik und ein Crowdfunding-Projekt, mit dem Geld für ein neues Sonnenteleskop gesammelt werden soll. Die Finanzierung der Technik sei aber bereits gesichert. "Rund 350.000 Euro müssen wir anzahlen. Einen wesentlichen Teil davon können wir dank unserer Spender und Sponsoren selbst übernehmen." Die weitere Finanzierung laufe über die Stadtsparkasse Solingen und soll durch Spenden und Eintrittsgelder abgetragen werden.

Guido Steinmüller verspricht aber, keine Mondpreise im Galileum zu verlangen. Aktuell zahlen Besucher der Sternwarte sechs Euro beziehungsweise ermäßigt vier Euro Eintritt. Das wird so bleiben. Die Preise für das Planetarium werden allerdings etwas höher als bisher sein. "Reguläre PlanetariumsProgramme werden etwa acht Euro für Erwachsene und sechs Euro mit Ermäßigung kosten", erklärt er. "Wenn wir spezielle Programme fahren, für die beispielsweise höhere Lizenzen anfallen, wird es einen Aufpreis geben. So, wie man für einen 3D-Film im Kino auch mehr zahlt."

Im kommenden Jahr steht für die Gründer des Galileums das Entwickeln von Programmen, die Baustelle und die Akquise von weiteren Sponsoren auf dem Plan. Außerdem suchen sie eine Kollegin oder einen Kollegen - die einzige Person, die beim Galileum dann fest angestellt sein wird. "Was genau das für eine Stelle sein wird, machen wir tatsächlich von den Stärken der Bewerberinnen und Bewerber abhängig: Es kann eine durch pädagogische Inhalte oder eine administrativ gefärbte Stelle sein", sagt Frank Lungenstraß. Hauptsache sei, die Person brenne mit ihnen für das Galileum.

Quelle: RP
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