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Solingen
Mehr Raum für Technisches Hilfswerk

Solingen. Die Unterkunft an der Lüneschloßstraße wird nach den Bedürfnissen der Katastrophenschützer umgebaut und erweitert. Von Benjamin Dresen

Die Unterkunft des Technischen Hilfswerks (THW) an der Lüneschloßstraße wird grundlegend renoviert und durch einen Neubau erweitert. Die Bauarbeiten laufen seit Anfang Dezember und sollen im Februar 2017 abgeschlossen sein. Etliche Wände werden versetzt und der Zuschnitt der Räume geändert. Im Erdgeschoss wachsen Sanitärbereich und Umkleideräume, während im Obergeschoss Büros für die Einsatzleitung entstehen.

Mit einem glasverkleideten Anbau an der Stirnseite der Unterkunft in Richtung der Bahngleise kommen auf zwei Etagen jeweils 100 Quadratmeter Fläche hinzu. Hier werden Materiallager, Werk- und Übungsraum, die Küche sowie Unterrichtsräume untergebracht. Damit wächst die Gesamtfläche des Gebäudes um gut zwei Drittel. Die feuchten Container, in denen bislang Küche und Schulungsräume untergebracht waren, verschwinden.

Die Fahrzeughalle erhält an der bisher geschlossenen Längsseite vier zusätzliche Tore, wodurch die Fahrzeuge im Einsatzfall schneller ausrücken können. Das Grundstück wächst um die Flächen des dort früher ansässigen Autoverwerters bis an die Firma WMK Plastics heran von 1440 auf 3550 Quadratmeter und wird zudem geebnet. "Wenn das so wird wie auf dem Plan - trés chic", freut sich der THW-Ortsbeauftragte Stephan Wetter.

Zur Erinnerung: Noch vor wenigen Jahren war der Auszug des THW von der Lüneschloßstraße mehr oder weniger beschlossene Sache. Seit 2010 suchte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) nach Grundstücken und Investoren für eine neue Unterkunft. Mehrere Angebote lagen bereits vor, und auch die angedachten Grundstücke hatte das THW schon besichtigt.

Die Kehrtwende kam, als Thorsten Rosenbohm vor gut zwei Jahren die Immobilie an der Lüneschloßstraße erwarb. Für den neuen Vermieter war klar: "Ich möchte euch hierbehalten", erinnert sich Stephan Wetter. Innerhalb kürzester Zeit ließ Rosenbohm die gravierendsten Mängel an der Unterkunft beseitigen, wie das undichte Dach und die Probleme mit Elektroinstallation, Abwasser, der Treppe ins Obergeschoss, der Außenanlage und den Oberlichtern der Fahrzeughalle. Um das THW als langfristigen Mieter zu behalten, wird die Unterkunft nun nach den Bedürfnissen der Katastrophenschützer umgebaut und erweitert. Der neue Mietvertrag läuft über 15 Jahre und gilt ab Fertigstellung der Bauarbeiten von 2017 bis 2032.

Damit die 80 Ehrenamtlichen jederzeit einsatzbereit sein können, kann die Unterkunft für den Umbau nicht komplett geschlossen werden. Die Renovierung erfolgt deshalb schrittweise und soll für das bestehende Gebäude bis Februar 2016 abgeschlossen sein. Im Frühjahr 2016 beginnen dann die Arbeiten im Außenbereich und damit auch am Neubau. Aufgrund der Bauarbeiten findet das traditionelle Grünkohlessen Ende Januar 2016 diesmal in den Räumlichkeiten der Alexander-Coppel-Gesamtschule statt.

Quelle: RP
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