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Was Nebenan Passiert Aus Dem Bezirk Mitte
Mehr Sicherheit für Fußgänger

Was Nebenan Passiert Aus Dem Bezirk Mitte: Mehr Sicherheit für Fußgänger
Für Fußgänger, insbesondere ältere Menschen, ist es sehr schwierig, die Friedrichstraße zu queren. FOTO: mak
Solingen. Insbesondere für ältere Menschen ist das Überqueren der Friedrichstraße in Höhe des Seniorenzentrums Sentivo in Richtung City mit Gefahren verbunden. Eine Querungshilfe oder ein Zebrastreifen soll für Sicherheit sorgen. Von Uwe Vetter

Die viel befahrene Friedrichstraße in Höhe des Seniorenzentrums Sentivo zu queren, um über die Straße Am Neumarkt in die nah gelegene City zu kommen, das erweist sich nicht nur für ältere Menschen, die zum Teil mit dem Rollator unterwegs sind, als äußerst schwer - und ist obendrein mit Gefahren verbunden. "Hier muss so schnell wie möglich eine Querungshilfe geschaffen werden", sagte Herbert Gerbig, Vorsitzender des Seniorenbeirates, in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Mitte.

Auf Antrag der SPD wurden Möglichkeiten besprochen - Zebrastreifen, Querungshilfe, Ampelanlage -, damit Fußgänger sicher über die Friedrichstraße kommen. Bewohnern des Seniorenheims überreichten eingangs der Sitzung der Bezirksvertretung 113 Unterschriften an Bezirksbürgermeister Richard Schmidt (SPD), um ihr Anliegen zu befördern. "Es ist für uns alte Leute sehr schwierig, die Straße zu überqueren", sagte ein Anwohner in der vorgelagerten Bürgersprechstunde der Bezirksvertretung.

Die aktuelle Querungssituation hält auch die Verwaltung für "nicht zufriedenstellend", so Sonja Häcker vom Stadtdienst Planung und Mobilität. "Aber der Verkehrsfluss auf der Friedrichstraße als kleine Innenstadtumfahrung muss gegeben sein", sagte Häcker. Sie ergänzte gleichwohl, dass dies auch für eine sichere Querung der Straße für Fußgänger gelte. "Wir haben diesbezüglich die Planung vorangetrieben und werden in der nächsten Sitzung konkrete Vorschläge präsentieren", kündigte Häcker an.

Ginge es nach Bezirksvertreter Detlef Plüming (CDU), sollte "für wenig Geld" einfach ein Zebrastreifen auf die Straße gemalt werden, da eine Querungshilfe mit Mittelinsel wohl zu teuer wäre. "Ein Zebrastreifen ist die einfachste und schnellste Lösung", sagte auch Walter Höfer (SPD). Doch Zebrastreifen seien in Solingen offenbar nicht gewünscht, erklärte Höfer in Richtung Verwaltung. Doch dem ist gar nicht so: "Zebrastreifen sind kein No-Go", versicherte Sonja Häcker, "jeder Antrag wird geprüft".

Richtlinien und Sicherheitsaspekte müssten indes beachtet werden. So seien Zebrastreifen bei einem maximalen Aufkommen von 750 Fahrzeugen in Spitzenstunden durchaus realisierbar. "Auf der Friedrichstraße haben wir aber einen doppelten Wert von maximal 1500 Fahrzeugen in Spitzenstunden", erklärte Häcker, und bei der Anlage eines Zebrastreifens müsste zudem auch für eine Beleuchtung gesorgt werden", sagte sie mit Blick auf die Kosten.

Dennoch werde auch ein Zebrastreifen auf der Friedrichstraße bis zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Mitte nochmals geprüft, daneben aber die Querungshilfe mit Verkehrsinsel (2,50 Meter breit) in der Straßenmitte bei jeweils verbleibenden 3,25 Meter breiten Fahrbahnen. Letzteres ist eine Lösung, die auch Uli Schmidt von der Polizei vorteilhaft findet, da sie gegenüber dem Zebrastreifen mehr Sicherheit bietet.

Geld ist im Haushalt 2015 bereits eingestellt, aber nicht genug, die Mittel müssten aufgestockt werden. "Vielleicht gibt es am Jahresende noch Haushaltsreste, über die wir verfügen können", sagte Sonja Häcker mit Blick auf die Umsetzung einer Querungshilfe auf der Friedrichstraße.

Die hätte eigentlich schon beim Bau des vor zwei Jahren eröffneten Seniorenzentrums Sentivo realisiert werden müssen. "Wir haben damals darauf gedrängt", erklärte Hansjörg Schweikhart, CDU-Sprecher in der Bezirksvertretung Mitte, mit Blick auf den Investor. Geschehen sei damals leider nichts, jetzt müsse mit einer Querungshilfe nachgebessert werden.

Doch schon in Kürze soll auf Vorschlag von Barbara Ginsberg (Die Linke) ein Verkehrsschild mit Hinweis auf das Seniorenheim beziehungsweise Fußgänger aufgestellt werden, um für etwas mehr Sicherheit beim Queren der Friedrichstraße zu sorgen. "Das ordne ich sofort an, das wird kurzfristig umgesetzt", versprach Sonja Häcker.

Quelle: RP
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