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Solingen
Messe "Aktivia" noch größer und vielfältiger

Solingen. Im Theater und Konzerthaus informierten sich Senioren über Wohnen und auch Freizeitangebote. Von Sandra Grünwald

Zum ersten Mal fand die Seniorenmesse "Aktivia" im Theater und Konzerthaus statt, wo es nicht nur Platz für zusätzliche Aussteller, sondern auch mehr Freiraum für die Besucher gab. Längst war die beliebte Messe aus den Räumen der Stadt-Sparkasse herausgewachsen. "Ich war zwar immer dagegen, dass die Messe ins Theater wechselt", gab Herbert Gerbig vom Seniorenbeirat zu, doch seine Bedenken wurden schon nach den ersten Messestunden zerstreut. "Es ist mehr Luft hier", meint er.

So konnten sich die Senioren viel stressfreier informieren. Ob nun bei den Wohlfahrtsverbänden über Hausnotruf, Pflege oder Essen auf Rädern, ob bei den Stadtwerken über Seniorenfahrausweise oder bei den Sportvereinen über die Bewegungskurse. Wander- und Fahrradkarten gab es am Stand der Stadtführer. "Die meisten, die an Führungen teilnehmen, sind 60 plus", verrät Horst Rosenstock.

Über 80 Gruppenführungen und Busfahrten werden jährlich bei den Stadtführern in Auftrag gegeben. Wer dagegen Probleme mit den Füßen hat, konnte sich beim Sanitätshaus Schmiedel kostenlos den Fußdruck messen lassen. "Es fängt mit einer kleinen Fehlstellung an, die sich dann aufs Becken auswirkt und über die Wirbelsäule bis hinauf in den Kiefer reichen kann", weiß Christian Peplau. Beschwerden können durch eine entsprechende Einlage meist einfach beseitigt werden.

Am Stand des "Landesbüro altengerechte Quartiere" durften Besucher beim Quartierspiel ihre Wünsche mitteilen. "Jeder bekommt zehn Chips und kann sie entsprechend platzieren", erklärt Lena Bruce. Was möchte er in seiner Wohnumgebung haben? Post? Kindergarten? Oder eher den Hausarzt? Wichtige Fragen, wenn es um die Bedarfe der Bewohner geht. So war auch das Thema "Wohnen" ein Hauptthema der "Aktivia". Viele Infos gab es rund um Haus und Wohnung. Von Seniorenwohnen über den barrierefreien Umbau bis hin zum Wohnen in Gemeinschaft, wie bei dem Hildener Genossenschaftsprojekt "Trialog".

Bei der Verbraucherzentrale ging es um das gesunde Wohnen. "Ohne Feuchtigkeit, Schimmel und Schadstoffe", erklärt Julia Ogiermann. Was gilt es bei der Auswahl von Farben oder Möbeln zu beachten? "Wenn man einen Wollteppich mit Wollsiegel kauft, muss man wissen, dass das Wollsiegel nur vergeben wird, wenn der Teppich mit Biozid gegen Motten geschützt wurde", sagt Ogiermann. Durch das richtige Lüften - was die Vorführung mit einem Lüftungsmodell anschaulich machte - lässt sich Schimmel vermeiden. Auch Elektrosmog kann das Wohlbefinden beeinträchtigen. "Ob der Radiowecker am Kopfende oder aufwendige elektrische Anlagen", sagt Ogiermann.

Quelle: RP
 
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