| 00.00 Uhr

Solingen
Mit Codecentric in die digitale Zukunft

Solingen: Mit Codecentric in die digitale Zukunft
Mirko Novakovic, Vorstand der Codecentric AG, will mit seinen Mitarbeitern im Sommer nächsten Jahres in den Neubau ziehen. FOTO: mak
Solingen. Der Software-Entwickler investiert in sein Neubauprojekt auf dem Buschmann'schen Gelände in Ohligs rund elf Millionen Euro. Mitte 2016 werden zunächst rund 150 Beschäftigte des Unternehmens dort einziehen. Von Uwe Vetter

Das Grundstück ist aufbereitet, und läuft alles nach Plan, wird der Software-Entwickler Codecentric AG im April mit den Bauarbeiten auf dem Buschmann'schen Gelände zwischen Sauerbrey- und Hochstraße in Ohligs auf der Grundlage eines Bebauungsplans von Ende der 1990er Jahre starten. "Die Vergaben an die Bauunternehmen stehen kurz bevor", sagt Mirko Novakovic. Der Codecentric-Chef geht von einer Bauzeit von elf bis 14 Monaten aus und ist zuversichtlich: "Mitte 2016 werden wir in unseren Neubau einziehen."

Auf der rund 10 000 Quadratmeter großen Fläche wird zunächst ein viergeschossiger Bürobau mit einer Länge von 65 Metern entstehen. Obendrauf kommt noch ein Aufsatz für die Technik. 200 Mitarbeiter finden dort einen Arbeitsplatz, rund elf Millionen Euro werden in das Neubauprojekt investiert.

Das Gebäude kann noch erweitert werden - "in einem zweiten Bauabschnitt, so würden 80 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen". Auf der Fläche, die jetzt zunächst für 100 Parkplätze vorgesehen ist, könnte der Software-Entwickler zudem ein weiteres Gebäude bauen, dann müssten die Parkplätze weichen und in einer Tiefgarage untergebracht werden. "500 bis 600 Arbeitsplätze wären dort insgesamt möglich", sagt Mirko Novakovic auch mit Blick auf die zukünftige Entwicklung von Codecentric.

Denn das erst 2005 im Gründer- und Technologiezentrum am Grünewald gegründete Unternehmen - 2009 erfolgte der Umzug ins alte Ohligser Amtsgerichtsgebäude an der Merscheider Straße 1 - wächst rasant. Von 2013 auf das vergangene Geschäftsjahr wurde der Umsatz um 30 Prozent auf knapp 30 Millionen Euro gesteigert, "in diesem Jahr wollen wir 38 Millionen Euro erreichen", sagt der 38-jährige Vorstand der Aktiengesellschaft.

Dass dieser Plan aufgeht, davon ist Novakovic überzeugt. "Wir sind führend in modernen Technologien in Deutschland und werden von führenden Unternehmen angesprochen, um sie in die digitale Zukunft zu begleiten", sagt der 38-Jährige. In fast allen Branchen ist der Solinger Software-Entwickler hier tätig, und Novakovic weiß, dass viele Unternehmen in Sachen Digitalisierung noch weit hinterherhinken. "In rund zehn Jahren werden beispielsweise Hybrid- und Elektrofahrzeuge das Straßenbild bestimmen, zudem auch selbstfahrende Autos. Autos werden zu Entertainment-Maschinen sein", meint Novakovic mit Blick in die Zukunft. Und er ist sicher, dass dies so kommen wird und längst keine reine Vision mehr ist.

Modernes wird auch im Neubau umgesetzt. "Internetmäßig wird unser Gebäude nicht mehr verkabelt, sondern ist kabellos. Dafür werden drahtlose Zugangspunkte beziehungsweise Basisstationen eingesetzt", sagt Mirko Novakovic, der rund ein Drittel des Unternehmensgewinn in Innovationen steckt. Auch die Mitarbeiter der Codecentric AG haben die Möglichkeit, technisch stets auf dem Laufenden zu bleiben: Vier Tage die Woche wird gearbeitet, ein Tag steht für Weiterbildung in moderne Technologien zur Verfügung.

Mit zunächst 150 Mitarbeitern wird Codecentric in den Neubau auf dem Buschmann'schen Gelände - ein Weg führt von dort auch zum Galileum - einziehen, weitere Neueinstellungen sind geplant. Seit Beginn des Jahres hat das Unternehmen mit der Firma Instana zudem eine neue Tochter in den USA.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Solingen: Mit Codecentric in die digitale Zukunft


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.