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Solingen
Mit der neuen App durch die historische Burg

Solingen. Neue Medien erreichen historische Gemäuer. Ab sofort lässt sich in den gängigen App-Stores die kostenlose App "Schloss Burg" auf neuere Android- und IOS-Geräte herunterladen. Wer den beliebten touristischen Ausflugsort einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen und viele interessante Informationen erhalten möchte, kann nun mit dem Smartphone oder dem Tablet durch Schloss Burg wandern und sich dabei nicht nur den eigenen Standort anzeigen lassen. Mittels einfacher Anwendung lassen sich zu zwölf verschiedenen Standpunkten unterschiedliche Menüs öffnen. Von Sandra Grünwald

"Es werden Fragen beantwortet wie, wofür steht Schloss Burg oder wie sah es früher aus?", erklärt Annette Nothnagel von der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die in Kooperation mit dem Schlossbauverein Burg an der Wupper die App entwickelt hat. Die App "Schloss Burg" gehört zum neuen Marketingkonzept - genau wie das kürzlich entworfene Erscheinungsbild, Logo und die druckfrischen Flyer -, das mit Fördermitteln des Ziel 2-Projektes "Erlebnisraum Schloss Burg" finanziert wird. Doch schon allein die technische Umsetzung einer App ist nicht billig. "40 000 bis 45 000 Euro", weiß Christina Schultes, die die Schloss-Burg-App mit gestaltet hat. Doch der Schlossbauverein war in der Lage, durch Spenden den benötigten Eigenanteil zu stemmen.

Es war dann das Fraunhofer Institut in Frankfurt, das die App realisierte. Steht der Besucher auf dem Schlossplatz, kann er sich einige historische Fotos zeigen lassen und dann nachlesen, ob ein Schloss Gefühle auslösen kann. Interessierte können sich den Text auch anhören, Sprecher ist der WDR-Journalist Horst Kläuser.

Ebenfalls vom Schlossplatz aus lässt sich eine Rundumansicht öffnen. Dafür muss das Gerät auf einen Gebäudeteil gerichtet werden, sobald die App diesen erkannt hat, ist es möglich mit einem Button zwischen der historischen Ansicht und der aktuellen Ansicht hin und her zu switchen. Das funktioniert im 360 Grad-Modus. Im Rittersaal wiederum kann der App-Nutzer zwischen drei Gemäldeausschnitten wählen. Findet er den gewählten Ausschnitt und das Gerät erkennt ihn, erzählt es die Geschichte, die dahintersteckt - zum Beispiel, wie die letzten Minuten im Leben des Grafen Engelbert II von Berg abliefen. Die kurzweiligen und verständlichen Texte schrieb Anette Kolkau. Natürlich lässt sich die App auch bequem daheim herunterladen und dann auf Schloss Burg offline nutzen. "Es ist auch möglich, sich zu Hause schon vieles anzusehen", erklärt Christina Schultes. So wird der Sehnsuchts- und Identitätsort Schloss Burg noch einmal ganz neu erlebbar.

Quelle: RP
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