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Ansichtssache
Mit externer Hilfe die City auf Vordermann bringen

Solingen. Neue Impulse und Ideen braucht die Innenstadt, um dem Leerstand nachhaltig zu begegnen. Von Uwe Vetter

Konzepte für die Innenstadt gab es schon einige. Sie waren der jeweiligen Zeit geschuldet und hatten stets den Anspruch, Missständen entgegenzusteuern. Das ist in Solingen eigentlich stets gelungen. Stadtdirektor Hartmut Hoferichter und die Stadtentwickler und -planer brauchen sich mit den bisherigen Konzepten nicht verstecken. Doch die Zeiten haben sich einmal mehr nachhaltig geändert.

Der stationäre Einzelhandel spürt heute mehr denn je die Online-Konkurrenz. Auch deshalb gaben Händler auf. Viele Geschäftsflächen in der Innenstadt, aber auch in Ohligs oder Wald stehen leer und haben keine Nachmieter gefunden. Einige Immobilienbesitzer haben überdies überhaupt kein Interesse daran, ob ihre Flächen nun vermietet sind oder nicht. Auf der Hauptstraße gibt es dafür Beispiele genug.

Die neue Einsicht ist gleichwohl: Es gibt einfach zu viele Einzelhandelsflächen. Den Kopf in den Sand stecken und alles laufenlassen - das geht allerdings nicht. Das will die Stadtverwaltung auch nicht. Von daher sind neue Ideen für eine Belebung gefragt. Dienstleister ansiedeln, mehr Gastronomie, um so für mehr Zulauf in die abends zumeist verwaiste City zu sorgen, oder aber auch größere leerstehende Ladenflächen in Wohnungen umgestalten wären Überlegungen, der heute vorherrschenden Tristesse entgegenzuwirken.

Zumal auch für die Clemens-Galerien bisher noch keine überzeugende Zukunftsperspektive vorliegt. Die soll zwar in diesem Herbst kommen. Es bleibt aber abzuwarten, ob eine weitere geschäftliche Nutzung neben dem Hofgarten am Graf-Wilhelm-Platz/Neumarkt und den andren Läden entlang der Hauptstraße bestehen kann.

Wichtig ist aber bei allem Neuen: Die Stadt kann nichts von oben herab verordnen. Etwas Neues kann deshalb nur gelingen, wenn alle Akteure in der Innenstadt an einem Strang ziehen und den Neustart gemeinsam wagen. Um nicht in vielleicht auch festgefahrenen Strukturen zu verharren, hat sich die Stadt jetzt auch externe Hilfe gesichert. Der Blick von außen kann für Solingen durchaus hilfreich sein, um die Stadt nach vorne zu bringen.

Quelle: RP
 
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