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Solingen
Monhofer Feld: Kunststoff-Spezialist Aricon wächst weiter

Solingen. Der Ohligser Spezialist für Kunststoffbehälter, Aricon, präsentierte sich in der vergangenen Woche auf zwei wichtigen Fachmessen. Während das Unternehmen bei der "Schüttgut" in Dortmund Kunststoffbehälter für Schüttgüter ausstellte, etwa für Tabletten, Zucker oder Pellets, ging es bei der "Aquatech" in Amsterdam um Wasseraufbereitung. Von Benjamin Dresen

Aricon fertigt unter anderem Dosierbehälter für Chemikalien, die in Wasseraufbereitungsanlagen zum Einsatz kommen, und liefert diese auch nach Afrika und in den arabischen Raum. "Es war erstaunlich, an wie vielen Messeständen unsere Behälter standen", berichtet Aricon-Geschäftsführer Darioush Dehghan. Diese Dosierbehälter sind das Premiumprodukt des Unternehmens, ergänzt Brigitte Dehghan, die zusammen mit ihrem Mann das Geschäft führt. Die Behälter werden aus Polyethylen (PE) gefertigt, so dass sie sich im Unterschied zu Edelstahl zur Lagerung aggressiver Chemikalien eignen. Ein zweites wichtiges Produkt sind chemikaliensichere Auffangwannen. Darin werden Behälter mit Flüssigkeiten gelagert, die nicht ins Wasser gelangen dürfen, und etwa in Autowerkstätten zum Einsatz kommen.

Insgesamt bietet Aricon eine breite Palette von Behältern für Flüssigkeiten und Schüttgüter für den Anlagenbau an, deren Volumen von 15 Litern bis 30.000 Litern reicht. 177 Seiten stark ist der aktuelle Katalog. Die Einsatzgebiete sind denkbar unterschiedlich. So zählt eine Brauerei in Südafrika ebenso zu den Kunden wie ein Shampoo-Hersteller in Argentinien oder ein schweizerischer Energieversorger. In den Produktionsprozessen von Unternehmen werden in den Behältern beispielsweise Farbpulver, Klebstoffe oder Schleifpasten aufbewahrt. Neben dem Kerngeschäft wächst die Produktion von Sonderteilen wie Abdeckhauben, Trichtern oder Saatgutbehältern.

Aricon fertigt alle Produkte aus Polyethylen im sogenannten "Rotationsschmelzen". Eine Form wird mit Polyethylenpulver gefüllt und rotiert anschließend in einem Ofen. Durch die Hitze schmilzt der Werkstoff und setzt sich durch die Rotation nach und nach an der Außenwand ab. "Das Prinzip ist ähnlich wie bei den Weihnachtsmännern im Kölner Schokoladenmuseum", erklärt Darioush Dehghan. In diesem Verfahren entstehen ohne Druck nahtlose Formteile in Serie.

Gegründet wurde die Aricon Kunststoffwerk GmbH 1993 und produzierte zunächst an der Ohligser Neptunstraße Dosierbehälter und Salzlösebehälter. Seitdem ist das Unternehmen stetig gewachsen und steigert aktuell seinen Umsatz jährlich um zehn Prozent. Die Belegschaft wächst kontinuierlich mit, 35 Mitarbeiter arbeiten momentan bei Aricon. 2008 zog das Unternehmen ans Monhofer Feld um, errichtete 2009 zusätzliche Lagerhallen und 2014 ein neues Bürogebäude. Bis Sommer 2016 soll noch eine dritte Lagerhalle entstehen. Die Frage, bei der Expansion des Unternehmens ins Rheinland abzuwandern, stellte sich dabei nie. "Ich finde Solingen als Standort perfekt", sagt Darioush Dehghan.

Quelle: RP
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