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Movember
Handballprofis Gensheimer und Oelze machen mit mit ihren "Mo's"

Movember: Gensheimer und Oelze lassen sich Schnurrbart wachsen
Seit 2010 macht Alexander Oelze beim "Movember" mit. FOTO: imago sportfotodienst
Solingen. Spätestens ab heute sprießt er wieder: der Schnurrbart. Vor allem bei Sportlern erfreut sich der "Movember" einiger Beliebtheit. Bei dieser Wortschöpfung aus dem englischen Wort für Schnurrbart ("Moustache") und dem Namen des aktuellen Monats handelt es sich um eine Aktion, mit der Spenden gesammelt werden, die zugunsten der Erforschung und Vorbeugung gegen Prostatakrebs und andere Männerkrankheiten verwendet werden. Die Herren lassen sich deshalb einen Schnurrbart stehen, um auf die Aktion aufmerksam zu machen. Diese wurde 2003 in Australien ins Leben gerufen und schwappte nach und nach auch nach Deutschland, wo sie ursprünglich im Eishockey verbreitet wurde. Seit fünf Jahren ist die Wilkinson Sword GmbH mit Sitz an der Schützenstraße Partner der Bewegung, die auch in Handballerkreisen so sehr angekommen ist, dass die Bundesliga sie in diesem Jahr mit Wilkinson unterstützt. Ein prominentes Gesicht ist Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer.

Ein anderes gehört dem Spielmacher des Bergischen HC: Alexander Oelze ist in einem Spot der Rasurfirma zu sehen, wo er unter anderem sagt: "Ich mach mit mit meinem Mo". Damit ist nicht Mitspieler Moritz Preuss gemeint, der ebenfalls einen Auftritt in dem Spot hat und im vergangenen Jahr mitmachte, sonder der "Moustache". "Ich bin jetzt im vierten Jahr in Folge dabei", berichtet Oelze unserer Redaktion. "Die Skandinavier machen das regelmäßig, in Flensburg daher fast alle. Und im Eishockey ist das noch weiter verbreitet. Ich habe das irgendwann mal irgendwo aufgeschnappt."

Einen direkten Bezug zum Thema "Männerkrankheiten" bekam Oelze Ende des Jahres 2010: "Damals ist bei meinem besten Kumpel Jens-Peter Reinarz Hodenkrebs diagnostiziert worden", erinnert sich der Mittelmann, der über seinen ehemaligen Linksaußen beim BHC nun zum Glück berichten kann: "Er hat seine letzte Behandlung abgeschlossen und gilt jetzt nach den rund fünf Jahren wieder als gesund." Dennoch war die Erkrankung von Reinarz natürlich ein Moment, der Oelze beschäftigte. "Seitdem machen wir beide beim Movember mit und spenden auch Gelder." Der 32-Jährige animiert: "Prostatakrebs-Vorsorge ist ein wichtiges Thema, das viele Männer immer noch unterschätzen. Wenn der Movember dazu führt, dass die Leute sensibilisiert werden, dann ist das eine richtig gute Sache. Für mich ist das ein großes Thema, das immer noch zu wenig Beachtung findet." Deshalb sein Wunsch: "Mitmachen! Man kann sich im Wilkinson Handball Mo'tivation Netzwerk anmelden, Bilder hochladen und Geld spenden, das dann an die Movember-Foundation geht. Man muss sich nicht unbedingt einen Bart stehen lassen, man kann auch nur spenden. Frauen können deshalb auch mitmachen und die Männer unterstützen. Das ist eine super Sache."

Auch Handballprofi Uwe Gensheimer (Paris St. Germain) gehört mit seinem Schnurrbart zu den Botschaftern bei der Aktion "Movember". FOTO: Wilkinson Sword

Normalerweise rasieren sich die Movember-Männer am 1. November glatt und lassen den ganzen Monat den Schnurrbart wachsen, der dann am 1. Dezember wieder abkommt. Oelze hat schon früher angefangen, aber: "Zum Zwirbeln wird es bei mir nicht reichen, so viel Bartwuchs ist nicht da. Aber ich kann eine schöne Bürste stehen lassen." GEORG AMEND

Quelle: RP
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