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Was Nebenan Passiert Aus Dem Bezirk Mitte
Mühlenplatz bekommt ein neues Outfit

Was Nebenan Passiert Aus Dem Bezirk Mitte: Mühlenplatz bekommt ein neues Outfit
Der Mühlenplatz wird neu gestaltet. Unter anderem werden die Stufen mit ihren Sitzgelegenheiten erneuert, Holzpodeste laden zum Verweilen ein. FOTO: Stadt Solingen
Solingen. Die Bezirksvertretung Mitte begrüßt die Pläne für die Umgestaltung des städtischen Platzes. Investor und Land zahlen. Von Uwe Vetter

Dirk Errestink wollte es genau wissen. "Wann ist Baubeginn?", fragte der CDU-Politiker in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Mitte den Stadtplaner Karl-Heinz Schmidt. Der hatte zuvor über die geplante Umgestaltung des städtischen Mühlenplatzes der früheren Clemens-Galerien - jetzt "My Urban Outlet" - referiert, blieb aber eine konkrete Antwort schuldig: "Zurzeit führt der Investor noch Gespräche mit Mietern, die größere Flächen übernehmen wollen. Hier wird noch sondiert", sagte Schmidt im Sitzungssaal 102 des Rathauses. Sind die Verträge aber unter Dach und Fach, könne losgelegt werden. Denn erst wenn klar ist, welche Handelsfirmen am Ende ihre Waren im neuen innerstädtischen Outlet-Center anbieten, sind die Architekten in der Lage, die Zuschnitte der einzelnen Geschäfte zu planen.

Trotz der derzeitigen Hängepartie hält der Investor, die Eigentümergesellschaft CR Investment Management GmbH, an der Eröffnung von "My Urban Outlet" im Herbst dieses Jahres weiter fest. Dennoch wird eingeräumt: "Es wird zunehmend eng."

Die Umgestaltung des Mühlenplatzes wird so oder so aber am Ende der Baukette stehen, sagt Karl-Heinz Schmidt. Der Leiter des Stadtdienstes Planung, Mobilität und Denkmalpflege sieht vor allem auch in der geplanten neuen "Verbindung der Fußgängerzone in den Platz hinein eine optische Verbesserung".

Vorgesehen ist unter anderem, den Brunnen auf der rund 1500 Quadratmeter großen Platzfläche zu verlegen und ihn aus der direkten Anlieferzone herauszunehmen. Zur Vergrößerung der Verkaufsfläche im Erdgeschoss wird der umlaufende Arkadengang vor den Geschäften geschlossen — die bisherige Wegeverbindung wird so verändert. Fahrradständer und eine wegweisende Stele werden aufgebaut, zudem einige Bäume gepflanzt. Auch die Stufen mit ihren Sitzgelegenheiten werden umgestaltet. Es ist hier vorgesehen, Holzpodeste zu errichten, die zum Verweilen animieren sollen. Eine neue Pflasterung soll der Mühlenplatz ebenfalls bekommen. Die bisherigen Platten haben im Verlauf der Jahre schon sehr gelitten. Nun wird eine Pflasterfläche aus belastbarem und scherfestem Blaubasalt und Granitpflaster in verschiedenen Farben und einem geschwungenen Verlegemuster favorisiert. Das alles kostet Geld. Karl-Heinz Schmidt geht von 600.000 Euro förderfähigen Kosten aus, wobei 80 Prozent das Land bezahlen würde. Den Rest begleicht nicht etwa die Stadt, vielmehr laut Karl-Heinz Schmidt die CR Investment Management GmbH. Schmidt erwartet Ende dieses Monats beziehungsweise im Juli eine Entscheidung über die Fördergelder.

Bezirksvertreterin Barbara Ginsberg (Linke) sieht in der Umgestaltung des Mühlenplatzes keine Notwendigkeit: "Der Platz wird doch auch so gut angenommen", findet sie, "dafür müsse kein Geld, auch wenn es Landesmittel sind, ausgegeben werden".

Dagegen begrüßten die Grünen die Planungen: "Damit wird der Mühlenplatz aufgewertet", sagte Birgit Evertz. Sie hob hier die Pflanzung von drei neuen Bäumen oberhalb der Treppenanlage an der Kante zur Hauptstraße positiv hervor. Auch Sprecher von FDP, CDU und SPD zeigten sich angetan von der geplanten Neugestaltung.

Quelle: RP
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