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Solingen
Museumsbahnen wurden erneut bestohlen

Solingen. Einmal mehr sind die Bergischen Museumsbahnen von dreisten Metalldieben heimgesucht worden: Rund 400 Meter Oberleitung aus dem Bereich der Haltestelle Manuelskotten hatten Diebe in der Zeit vom 15. auf den 16. Februar mitgehen lassen.

Dienstagabend gegen 21.30 Uhr wurde die Polizei darüber informiert. Aufgrund der Größe und des Gewichts müssen die Diebe ein Fahrzeug mitgeführt haben, erklärte die Polizei gestern. Die Höhe des Schadens wird mit zirka 6000 Euro angegeben. "Das ist langsam existenzbedrohend", sagte gestern der Vorsitzende des Vereins Bergische Museumsbahnen, Michael Schumann, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Wie es jetzt weitergeht, diskutierte der Vereinsvorstand gestern Abend auch zusammen mit der Polizei. "Hier wird auch geklärt, ob wir den Start in die Saison im April schaffen", so Michael Schumann. Am 10. April, so die bisherige Planung, sollen die historischen Straßenbahnen jedenfalls wieder fahren.

Die Kriminalpolizei hat nach dem neuerlichen Diebstahl die Ermittlungen aufgenommen. Ergebnisse gab es gestern noch keine. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Feststellungen im Bereich der Gleisanlagen der Museumsbahn gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0202/2840 zu melden.

Mit Entsetzen hatte der Vorstand des Vereins bereits im November vergangenen Jahr feststellen müssen, dass die Fahrleitung auf einer Länge von etwa 450 Meter abgeschnitten und gestohlen worden war. Mehrere Fahrtdrahtausleger wurden dabei ebenfalls zerstört. Die Kosten für Neubeschaffung - der Vorrat reichte nicht aus - und Reparaturen wurden damals auf mehr als 50.000 Euro geschätzt.

Bereits einige Wochen zuvor waren ebenfalls auf der Strecke im Kaltenbachtal an gleicher Stelle 150 Meter Kupferkabel entwendet worden. Der Verein hatte damals auch um Spenden gebeten, der Aufruf fand zur Freude des Vereins Bergische Museumsbahnen viele Unterstützer.

(uwv)
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