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Solingen
Nachttrödel lockt zahlreiche Eltern in die Kita Grashüpfer

Solingen. Es war vor gut fünf Jahren, da kamen Pamela Gevelhoff und Christiane Eberhardt auf die Idee, einen Trödelmarkt für Eltern am späten Abend zu organisieren. Das hat den Vorteil, dass die kleinen Kinder bereits im Bett sind und die Eltern in Ruhe trödeln gehen können. Den außergewöhnlichen Namen für diesen Trödel brachte Pamela Gevelhoff von einem Hollandurlaub mit, weil der niederländische Begriff "Rommel" das Gewühle eines Trödels so passend beschreibt. Von Sandra Grünwald

Nach einem privaten "Rommel" entschlossen sich die beiden Initiatorinnen, diesen Trödel künftig für die Kita Grashüpfer zu organisieren. So kommen die Standgebühr sowie fünf Prozent des Verkaufserlöses der Kita zugute. Begonnen wurde mit zwölf Ständen. Damals wurde an der Kasse noch alles im Kopf zusammengerechnet. Das geht bei den inzwischen rund 50 Verkäufern nicht mehr. Nun erledigt das ein Barcode und ein Lesegerät.

Wie beliebt dieser Trödel zwischen 20 und 23 Uhr ist, zeigt sich daran, dass sich immer wieder Schlangen vor der Kita an der Erholungsstraße bilden, die darauf warten müssen, dass sie eingelassen werden. "Ich finde das superklasse", schwärmt Elly Weber. "Meine Kinder sind schon im Bett und meine Mutter passt auf sie auf. So kann ich in aller Ruhe hier stöbern." Beim "Rommelmarkt" war sie schon einmal im Frühjahr. "Aber jetzt, wo es kälter wird und nässer, braucht es doch wieder eine andere Ausstattung."

Ein Paar Gummistiefel hat sie schon gefunden und ein warmes Sweatshirt mit einem niedlichen Hundemotiv. "Vor allem finde ich es sehr vorteilhaft, dass man sich hier überall etwas aussuchen kann und dann erst am Ende bezahlen muss", erklärt Elly Weber.

Das ist in der Tat eine etwas andere Organisation als bei den üblichen Trödelmärkten. Denn beim "Rommel" sind die einzelnen Artikel mit einem Preisschild versehen, auf dem auch die Verkäufernummer aufgebracht worden ist. So können an der Kasse immer die entsprechenden Beträge zugeordnet werden.

Für die vielen kaufwilligen Eltern ist das sehr bequem, für die Organisatoren bedeutet das eine ganze Menge Arbeit, denn natürlich müssen am Ende auch alle durcheinander geratenen Sachen wieder sortiert und den jeweiligen Verkäufern auf den Stand gelegt werden. Außerdem müssen die Summen zusammengerechnet und den Verkäufern ihr Ertrag ebenfalls in einem Briefumschlag auf den Stand gelegt werden. Etwas, mit dem die ehrenamtlichen Helfer noch einige Stunden nach der offiziellen Schließung des "Rommels" um 23 Uhr beschäftigt sind.

Quelle: RP
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