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Solingen
Neu gestaltete Anlage im Terrarienhaus

Solingen. Im Gräfrather Tierpark Fauna an der Lützowstraße entstand durch viel Eigeninitiative ein neues Gehege. Von Sandra Grünwald

Vor der Kulisse von Ayers Rock und einer beeindruckenden Steppenlandschaft flitzen Bartagamen und Trauerwarane durch den Sand. Sie müssen erst einmal ihr neues Gehege erkunden, ihre Plätze suchen. Gerade ist sie fertig geworden, die völlig neu gestaltete Anlage im Terrarienhaus des Tierparks Fauna. Zweieinhalb Monate haben die Mitarbeiter des Tierparks daran gearbeitet. "Neben der Tierpflege", erzählt Tierparkleiterin Christina Farke, "immer, wenn Zeit war."

Manchmal sind sie auch abends länger geblieben, um in der angenehmen Wärme des Terrarienhauses zu arbeiten. Entstanden ist die neue Anlage aus drei ehemaligen Vogelvolieren. "Der Volierendraht musste komplett ausgetauscht werden", erklärt Christina Farke, "er war total verrostet und ist bereits mehrfach ausgebessert worden." Auch neu gestrichen wurde, wobei natürlich zuvor die alte Farbe abgekratzt werden musste. "Wir haben auch die Decke verkleidet, damit man das Wellblech nicht mehr sieht."

Dazu wurden etliche Löcher gebohrt. Nun hängt da eine Matte. Die Elektrik wurde vollständig neu installiert, um die Wärmelampen anschließen zu können. Denn die Echsen mögen es warm, stammen sie doch ursprünglich aus Australien. Deshalb wurde die Fliesenrückwand auch mit dem Ayers-Rock-Motiv gestaltet.

Dafür konnte der Tierpark Fauna den Graffiti-Künstler Marco Leckzut gewinnen. Der Grafikkünstler hat in Wuppertal ein eigenes Büro und schaffte es, anhand einer kleinen DIN A5-Vorlage die Stimmung des berühmten roten Berges einzufangen. "Dadurch bekommt die Anlage viel mehr Tiefe", freut sich die Tierparkleiterin.

Die 27 Quadratmeter große Anlage wurde von den Fauna-Mitarbeitern gestaltet. "Wir haben mit Ytong-Steinen Felsen nachgebaut." Außerdem wurde ein Wasserbecken angelegt. Derzeit erfreuen sich acht Bartagamen und zwei Trauerwarane ihrer neuen Heimat. In den nächsten Wochen werden sie noch Gesellschaft von sechs Kragenechsen bekommen. Die müssen aber erst noch ein Stückchen wachsen. "Im Moment passen die noch durchs Gitter", meint Christina Farke.

Irgendwann werden sie auch zu stattlichen Echsen herangewachsen sein. Dann ist das neue kleine Australien im Terrarienhaus komplett. Und weil die Arbeit des Graffiti-Künstlers eine so tolle Wirkung hat, sollen innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate eine weitere Anlage im Terrarienhaus und im Laufe des Jahres auch die neu gestalteten Vogelanlagen mit entsprechenden Graffitis verschönert werden.

Quelle: RP
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