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Solingen
Neue Bänke für den Gustav-Coppel-Park

Solingen. Vier neu bemalte Bänke verschönern ab sofort den Gustav-Coppel-Park. Zwei davon gestaltete die Klasse 3a der Grundschule Katternberger Straße unter Anleitung von Referendarin Annina Schrewe. Gut fünf Wochen arbeiteten die Schüler an ihren Kunstwerken. Im Kunstunterricht fertigten die Kinder Entwürfe an, die sie dann auf die Sitzfläche und Lehne der Bank übertrugen. Von Benjamin Dresen

Eine Bank ziert das Logo der Schule, die andere schmückt ein rotes Herz mit den Fahnen aller 13 Nationalitäten, die in der Klasse vertreten sind. "Die Kinder sehen sie im fertigen Zustand nun zum ersten Mal", sagt Annina Schrewe. Das Holz und die Farben stellte der Verein Lebenswertes Solingen bereit, der den Coppel-Park mit ehrenamtlicher Arbeit in Schuss hält. "Die Aktion belebt den Park, wenn die Kinder mit ihren Familien hierher kommen", glaubt Schulleiterin Katharina Löwe-Hoffmann.

Zwei weitere Bänke und zwei Mülleimer verwandelten Flüchtlinge im Workshop "We create: Solingen" von Matthias Furch in kleine Kunstwerke. Die eine Bank ist wie eine Landschaft gestaltet mit Blumenwiese, Himmel und Fluss, in dem geschrieben steht: "Lächeln ist die ehrlichste Sprache". Die andere Bank ist mit bunten, exotischen Ornamenten verziert.

Der Verein Lebenswertes Solingen hofft, dass die neu aufgestellten Bänke im unteren Bereich des Parks von Vandalismus verschont bleiben. Zuletzt hatten Vandalen Ende März die Werke von Graffitti-Künstlern im oberen Teil der Grünanlage beschmiert, unter anderem den blauen "Frosch-Container". Fast fünf Jahre lang war das ungeschriebene Gesetz eingehalten worden, nach dem von Graffitti-Künstlern gestaltete Flächen von Sprayern nicht angerührt werden und "Gebietsschutz" haben.

"Wir haben die Sorge, dass das jetzt ein Freibrief für Nachahmer ist", sagt die stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Uschi Lauterjung. Die beschmierte Wand und zwei lädierte Bänke hat der Verein mit der Jugendförderung bis auf Weiteres mit schwarzer Farbe besprüht. "Momentan kommt bei uns der Frust hin und wieder mal durch", sagt Lauterjung. Die eineinhalb Stunden dauernde "Schwarzmalerei" war auch ein Test, ob Nachbarn einschreiten würden - was niemand tat. Als neues Projekt sollen ab Sommer zehn Kobolde die Bäume des Parks bevölkern. Kinder und Jugendliche können dafür bis 28. Mai ihren Entwurf in der Stadtbibliothek abgeben.

Quelle: RP
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