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Erster Versuch war gescheitert
Neue Bewerbung für Müngstener Brücke als Weltkulturerbe

Das ist die Müngstener Brücke
Das ist die Müngstener Brücke FOTO: Jürgen Mol
Solingen. Die Müngstener Brücke soll Weltkulturerbe werden. Die Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid haben nun eine gemeinsame Bewerbung auf den Weg gebracht. Ein erster Versuch war gescheitert. 

Zusammen mit vier anderen europäischen Bauten aus dem 19. Jahrhundert könnte die Müngstener Brücke in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen werden. Die Bürgermeister von Wuppertal, Solingen und Remscheid bekräftigten am Freitag eine gemeinsame Bewerbung als "transnationales" Welterbe mit vier vergleichbaren Bauwerken aus Portugal, Frankreich und Italien. Diese aus Stahl erbauten Brücken zeigten, wie sich im 19. Jahrhundert die Techniken für den Großbrückenbau entwickelt hätten, teilten die Städte mit. Am Freitag befassten sich bei einer Tagung Fachleute sowie Vertreter aller beteiligten Städte mit der Bewerbung.

Auch diese Brücken sind Teil der Bewerbung

Die Müngstener Brücke, ein bergisches Wahrzeichen, ist ein funktionsfähiges Denkmal aus Kaisers Zeiten: Der Bau überspannt in 107 Meter Höhe das Tal der Wupper und verbindet Solingen und Remscheid. Die Gesamtlänge beträgt 465 Meter, die Bogenspannweite 170 Meter. Nach wie vor wird die Brücke täglich von Zügen überquert.

Ein erster Versuch, den monumentalen Stahlbau als Beitrag von Nordrhein-Westfalen für die Welterbeliste vorzuschlagen, war 2012 gescheitert. Die Fachleute rieten damals dazu, die Brücke mit anderen vergleichbaren technischen Bauwerken anzumelden. Ebenfalls Teil der Bewerbung sind nun die beiden Brücken "Ponte Dom Luis I" und "Ponte Maria Pia" in Portugal, das "Viaduc de Garabit" in Frankreich und die "Ponte San Michele" in Norditalien.

(sef/lnw)
 
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