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Solingen
Neue Leitung soll Haus Müngsten wieder in die Spur bringen

Solingen: Neue Leitung soll Haus Müngsten wieder in die Spur bringen
Der Müngstener Brückenpark ist einer der größten Touristenmagneten im Bergischen. Mittendrin steht das Haus Müngsten. FOTO: Radtke
Solingen. Nachdem sich der Betreiber des Gastronomiebetriebs an der Müngstener Brücke im vergangenen Jahr von seinem Geschäftsführer getrennt hatte, übernimmt nun ein Solinger Ehepaar die Geschäfte im Brückenpark. Das Paar soll den finanziell in Schieflage geratenen Betrieb wieder auf Kurs bringen. Von Alexander Riedel

Feuer und Flamme für das Projekt sind die neuen Betriebsleiter nicht erst seit gestern. "Ich bin schon durch den Rohbau geklettert, und das Interesse war immer da", sagt Sabine Groß. Die 47-Jährige kümmert sich mit ihrem Ehemann Klaus (55) offiziell seit 1. Januar um das Haus Müngsten. Die Lebenshilfe als Besitzer des Restaurants im Brückenpark hatte sich zuvor nach nicht einmal zweijähriger Zusammenarbeit von Geschäftsführer René Splitthoff getrennt und die wirtschaftlichen Probleme des abseits gelegenen Hauses als Grund angegeben. Sabine Groß würdigt die Arbeit des Vorgängers: "Er hat gute Konzepte eingebracht".

Die erfolgreiche Arbeit des Ehepaars als Leiter der Eissporthalle Solingen, die ebenfalls zur Lebenshilfe gehört, gab nach Aussagen der Verantwortlichen den Ausschlag für die Besetzung des Postens. "Wir haben uns vor zwei oder drei Monaten zusammengesetzt und wurden gefragt, ob die Geschäfte in der Eishalle und im Haus Müngsten parallel laufen könnten", sagt Sabine Groß, die keinen Zweifel an der Vereinbarkeit der beiden Aufgaben aufkommen lässt: "Wir haben in der Eissporthalle ein gut funktionierendes Team, das den Normalbetrieb auch selbstständig bewältigen kann".

Der Müngstener Brückenpark in Bildern FOTO: Martin Kempner

Dass Paar will sich künftig aufteilen: Während Klaus Groß sich mehr auf die Eishalle mit ihren technischen Anforderungen konzentriert, legt Sabine Groß das Hauptaugenmerk auf das Haus Müngsten. Dort sind neun Mitarbeiter mit Behinderungen und vier zusätzliche nicht-behinderte Festangestellte im Einsatz, hinzu kommen Honorarkräfte für Veranstaltungen. Schnellschüsse werde es nicht geben, stellt Sabine Groß klar. "Vom Personalbestand über die Öffnungszeiten bis zur Speisekarte bleibt erst einmal alles so, wie es ist."

Weiterhin sollen Hochzeiten, andere private Feierlichkeiten und Kongresse stattfinden. Eigenen Veranstaltungsideen wollen sich die neuen Betriebsleiter ab Herbst widmen. Trotz der schwierigen Bedingungen, denen das Restaurant mit der rotbraunen Fassade ausgesetzt ist, wie dem Parkplatzmangel in unmittelbarer Nähe und den schlechten öffentlichen Verkehrsanbindungen, geht das Ehepaar voller Optimismus an die Arbeit: "Dieses Haus bietet ein grenzenloses Potenzial", sagt Sabine Groß.

Sabine Groß führt zusätzlich zur Eishalle mit ihrem Ehemann Klaus nun auch Haus Müngsten. FOTO: Mak (Archiv)

Eröffnet wurde das Haus Müngsten im Jahr 2010. Außerdem gehören zum Sozialunternehmen Lebenshilfe unter anderem die Gärtnerei an der Langhansstraße in Ohligs, das Familienzentrum Alsenbande, die integrative Betriebskinderstätte Twinny Land sowie die Werkstätten im Südpark und an der Freiheitstraße.

Quelle: RP
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