| 00.00 Uhr

Was Nebenan Passiert Aus Dem Bezirk Mitte
Neuer Anlauf für den Elisenplatz

Was Nebenan Passiert Aus Dem Bezirk Mitte: Neuer Anlauf für den Elisenplatz
Setzt sich die Planung auch am Montag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität durch, werden auf der Elisenstraße/Graf-Engelbert-Straße vier Parkplätze verschwinden. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Im Bereich Elisenstraße/Graf-Engelbert-Straße sollen Parkplätze weichen für einen neu gestalteten Platz. Von Uwe Vetter

Der Elisenplatz an der Elisenstraße/Graf-Engelbert-Straße in der Stadtmitte gegenüber dem Entenpfuhl sollte schon längst umgestaltet und attraktiver sein. Fördergelder standen schon vor Jahren im Rahmen der Regionale 2006 zur Verfügung, und einst war geplant, den innerstädtischen Platz über einen Weg hin mit dem Südpark zu verbinden.

Daraus wurde nichts. Der Umbau kam wegen anderer Prioritäten des Regionale-Projekts nicht mehr zur Umsetzung. Jetzt unternimmt die Verwaltung einen neuerlichen Anlauf, wenigstens einen Kompromiss umzusetzen, zumal die Fördergelder noch abrufbar wären. "Wir wollen die Maßnahme umsetzen, der Elisenplatz konnte fördertechnisch ins Projekt City 2013 überführt werden", sagte Stadtentwickler Markus Lütke Lordemann in der Sitzung der Bezirksvertretung Mitte. Bis Ende 2019 sei die Maßnahme grundsätzlich mit Fördermitteln umsetzbar.

Parken und Innenstadtstärkung - unter diesen Punkten wurde eine Planung erstellt, die zudem eine gestalterische Aufwertung des Bereiches und damit der Stärkung der Aufenthaltsqualität bringt. Sitzflächen sollen entstehen, vielleicht auch ein Schachbrett, zudem eine zusätzlich Querung rüber zum Entenpfuhl. Vier der neun Parkplätze im Kurvenbereich Elisenstraße/Graf-Engelbert-Straße müssten indes wegfallen. "Es ist ein Kompromiss", räumte Lütke Lordemann ein, warb aber gleichwohl um Zustimmung der Bezirksvertreter.

Denn zusätzliche Parkplätze in diesem Innenstadtbereich seien in der Vergangenheit reichlich entstanden. Elf auf der Graf-Engelbert-Straße, zwölf am Ufergarten, rechnete der Stadtentwickler vor. Aktuell wird auch noch überprüft, ob durch den Verzicht auf den Taxistandort Ufergarten noch weitere zwei bis drei Stellplätze entstehen können und damit die vier fortfallenden Parkplätze weitgehend kompensiert werden können.

Finanziert wäre die Maßnahme obendrein. Die Umgestaltung würde rund 343.000 Euro kosten. Davon würden Bund und Land 80 Prozent übernehmen, verblieben für die Stadt etwa 68.500 Euro. Geteilte Meinung herrschte bei der Politik. "Absolut überflüssig", befand Detlef Plüming (CDU) mit Blick auf eine zusätzliche Querungshilfe. "Es gibt dort genug und obendrein noch eine Ampel", ergänzte Plüming. Zehn Jahre zu spät kommt für Christel Zanssen (CDU) die Planung. Eine Wegeverbindung zum Südpark wäre es damals gewesen. Hansjörg Schweikhart sieht den Parkdruck, wenn Stellplätze wegfallen würden. Ein Argument, das für die Grünen nicht stimmig ist: "Es sind ausreichend Parkplätze vorhanden", sagte Annette Müller mit Blick auch auf Parkplätze der Stadt-Sparkasse. Die FDP lehnt die Umgestaltung Elisenplatz ab. "Die ursprüngliche Planungsidee für die Umgestaltung dieser Fläche stammt aus einer Zeit, als die Stadt noch keine Haushaltssorgen hatte und Mittel für Investitionen weniger infrage gestellt wurden", erklärte Dieter Wagner, der für die FDP im Planungsausschuss sitzt. Bezirksvertreterin Annemarie Born findet die neun Parkplätze wichtiger als ein Schachbrett, für eine zusätzliche Querungshilfe sieht die Liberale "keinen Bedarf".

Gleichwohl stimmte die Bezirksvertretung Mitte der Planung mehrheitlich zu. Am kommenden Montag, 25. April, wird sich der Planungsausschuss abschließend mit dem Elisenplatz beschäftigen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Was Nebenan Passiert Aus Dem Bezirk Mitte: Neuer Anlauf für den Elisenplatz


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.