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Solingen
Neuer Schwung bei den Maltesern

Solingen: Neuer Schwung bei den Maltesern
Malteser (v.l.): Zugführer/Einsatzleiter Daniel Schwarz, Wolfgang Günther (Gemeinde- und Projektarbeit), Thomas Mohr (Ausbildung), Andreas Van den Borre (Kreisgeschäftsführer) und Etienne Stamm. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Die Hilfsorganisation hat sich neu aufgestellt und will sich auch für den Rettungsdienst der Stadt bewerben. An der Löhdorfer Straße haben die ehrenamtlich tätigen Malteser ihren Standort und bieten dort auch Erste-Hilfe-Kurse an. Von Uwe Vetter

Andreas Van den Borre und Daniel Schwarz leisten Erste Hilfe. An den zu Beginn des Jahres angeschafften neuen Puppen, die sich die Malteser für über 2500 Euro angeschafft haben, zeigen der Kreisgeschäftsführer sowie der Zugführer und Leiter Einsatzdienste, dass Erste Hilfe für sie selbstverständlich ist. Überwacht werden sie bei der Hilfeleistung von Thomas Mohr, der sich bei den Maltesern um die Ausbildung der Ersthelfer kümmert.

Über ein Tablet verfolgt Mohr, ob Andreas Van den Borre und Daniel Schwarz die richtigen Handgriffe mit ausreichend Druck ausüben. "Ohne Training funktioniert Erste Hilfe nicht", sagt Mohr. Ginge es nach ihm, sollten deshalb regelmäßig Auffrischungskurse in Anspruch genommen werden. "Wir haben viele Anfragen für Grund- und Fortbildungskurse - auch von Unternehmen", freut sich Mohr, der mit seinem Team auch in die Betriebe geht, wenn dort die räumlichen Voraussetzungen gegeben sind.

An der Löhdorfer Straße 96a haben die ehrenamtlich Tätigen des Malteser Hilfsdienstes seit gut sechs Jahren ihren Standort. Dort wird nicht nur die Erste-Hilfe-Ausbildung angeboten. "Wir haben vor eineinhalb Jahren den Rettungsdienst für die Stadt an den ASB verloren. Wir haben seitdem einiges verändert und uns neu aufgestellt", betont Andreas Van den Borre. Der Kreisgeschäftsführer verweist beispielsweise auf den Besuchs- und Begleitdienst mit Hund, darüber hinaus auf viele Tätigkeiten im sozialen und gemeinnützigen Bereich. Notfallvorsorge, Katastrophenschutz, aber auch Jugend- und Gemeindearbeit sowie natürlich der Sanitätsdienst gehören dazu. Auf Festen wie dem Dürpelfest in Ohligs, während der Karnevalszeit, bei großen Sportveranstaltungen oder Open Air-Events sind die Malteser mit Sanitätern, Betreuungs- und Technikeinheiten vor Ort. Und dies nicht nur innerhalb der Solinger Stadtgrenzen, sondern auch in Nachbargemeinden wie Burscheid, Leichlingen, Radevormwald und Wermelskirchen.

Ein umfangreicher Fuhrpark versetzt die Hilfsorganisation in die Lage, alle Aufgaben zu erfüllen. "Wir werden uns auch bei der nächsten Ausschreibung wieder für den Rettungsdienst der Stadt bewerben", kündigt Van den Borre an. Die Voraussetzungen für eine Bewerbung seien schon jetzt gegeben.

Mehr als 74 aktive Mitglieder und über 2700 Fördermitglieder zählen zurzeit zur Solinger Gliederung der Malteser. In der Wohnanlage Friedrichshof in der City hat die Organisation ihren hauptamtlichen Standort. Von hier aus wird der Hausnotruf, der Schulbegleitdienst und der Menü-Service gesteuert. "Natürlich gibt es auch Schnittstellen zum Malteserstift St. Antonius an der Schützenstraße", sagt Van den Borre und ergänzt: "Wir schauen positiv in die Zukunft."

Fordern die Stadt, das Land oder der Bund die Malteser an, "sind unsere ehrenamtlichen Helfer innerhalb von 60 Minuten einsatzbereit", sagt Zugführer Daniel Schwarz. Rettungsassistenten, aber auch Notfall- sanitäter sind darunter.

Zufrieden zeigen sich Daniel Schwarz und Andreas Van den Borre auch mit dem neuerlichen Einsatz des Kältebusses. In Kooperation mit der Stadt und der Caritas war der Kältebus gut drei Monate rund um die Clemens-Galerien im Einsatz und versorgte Bedürftige mit einer warmen Mahlzeit, heißen Getränke und bei Bedarf Kleidung und Schlafsäcken.

www.malteser-solingen.de

Quelle: RP
 
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