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Solingen
Neuer Schwung in der Ärzte-Fortbildung

Solingen. Vier Solinger Mediziner kümmern sich um Programmangebote für die Fort- und Weiterbildung ihrer Kollegen. Von Sandra Grünwald

Seit vielen Jahren existiert sie bereits - die Fortbildungsreihe für Solinger Ärzte der Ärztekammer Nordrhein. Dr. Dirk Uhlich, niedergelassener Facharzt für Innere Medizin, hat selbst schon als Zuhörer teilgenommen. "Es sind Fortbildungen von Ärzten für Ärzte zu sektorenübergreifenden Themen", erklärt Uhlich.

In Solingen wurden sie bisher von einem Vertreter der niedergelassenen Ärzte und einem Vertreter aus den Solinger Kliniken organisiert und von rund 50 Kollegen besucht. Doch das wird sich jetzt ändern. "Im vergangenen Jahr hat der Vorstand der Ärztekammer entschieden, die Fortbildung zu stärken", erzählt Uhlich. Deshalb wurden nun insgesamt vier Beauftragte damit befasst, sich der zukünftigen Fort- und Weiterbildung der Ärzteschaft zu widmen.

Für die niedergelassenen Ärzte wird diesen Part Dr. Dirk Uhlich übernehmen, der bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln konnte. Außerdem wurde nun aus allen drei Solinger Kliniken ein Beauftragter ernannt. Für das Städtische Klinikum wird Prof. Dr. Boris Pfaffenbach, der Chefarzt für Gastroenterologie, Onkologie und allgemeine innere Medizin, mit entscheiden. Für das Krankenhaus Bethanien ist Prof. Dr. Winfried Randerath, Chefarzt für Pneumologie und Allergologie, mit im Boot und für die St. Lukas Klinik Prof. Dr. Ulrich Mahlknecht, Chefarzt der Abteilung für Onkologie und Hämatologie.

Dieses Quartett möchte nun neuen Schwung in die Fortbildung bringen, was gar nicht so einfach ist, da die Fachgebiete und damit die Interessen der unterschiedlichen Ärzte sehr breitgefächert sind. "Man kann nicht alle ansprechen", weiß Prof. Randerath. Das Angebot müsse auch für fachfremde Ärzte interessant, dürfe aber nicht oberflächlich sein. "Die Angebote müssen das Gesamtspektrum widerspiegeln."

Vor allem soll es den Ärzten im täglichen Arbeitsalltag nützlich sein und Neuentwicklungen nahe bringen. "In unserer schnelllebigen Zeit verändern sich auch die fachärztlichen Standards ständig", weiß Uhlich.

Um mehr Ärzte zu erreichen, wurde nun das Einzugsgebiet auf den Kreis Mettmann ausgeweitet und die Kooperation mit Remscheid verstärkt. "So werden rund 500 Kollegen eingeladen", sagt Prof. Pfaffenbach.

Auch die Veranstaltungen selbst wurden neu konzeptioniert. "Wir haben sie vorverlegt. Nach dem Vortrag wird es viel Zeit zum Austausch geben", sagt Uhlich. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Fortbildungen neutral sind. "Sie können nicht von außen beeinflusst werden", betont Pfaffenbach. So sind Werbeveranstaltungen von Ärzten oder der Industrie ausgeschlossen.

Quelle: RP
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