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Solingen
Neuer Wirt im Bergischen Hof

Solingen: Neuer Wirt im Bergischen Hof
Marcus und Stefanie Lohde sowie Küchenchef Michael Wieden (r.) freuen sich auf die heutige Eröffnung des Bergischen Hofes. FOTO: RPO
Solingen. Marcus Lohde will mit seiner Frau Stephanie und dem Küchenchef Michael Wieden die traditionsreiche Geschichte des Gasthauses mitten in Zentrum von Aufderhöhe nach einem Jahr Leerstand fortschreiben. Von Günter Tewes

Nicht nur das Gasthaus hat viel Tradition, selbst der Schriftzug steht mit dem ganzen Gebäude unter Denkmalschutz. "Bergischer Hof" – Marcus Lohde ist froh, dass ein Tag vor der heutigen Wiedereröffnung der Gaststätte mitten im Zentrum von Aufderhöhe das markante Emblem in Gelb nach der Restaurierung noch rechtzeitig montiert werden konnte. "Auf den Denkmalschutz haben wir bei der Sanierung penibel geachtet", sagt der neue Pächter. Sogleich werden die Champignons geliefert, direkt vom Feld aus Leichlingen. "Wir kochen mit frischen Produkten von Lieferanten aus der Region."

Heimat vieler Vereine

Seit einem Jahr stand die Gaststätte leer – als der damalige Pächter Axel Hawranke nach insgesamt acht Jahren das Kapitel Bergischer Hof endgültig abgeschlossen hatte.

Mit dem 41-jährigen Marcus Lohde ist jetzt wieder ein Wirt im Haus. Unterstützt wird er von seiner Frau. Die Familie hat zwei Kinder, die Tochter ist sechs, der Sohn acht Jahre alt. Küchenchef ist übrigens Michael Wieden, der früher mit seiner Frau und dem Bruder die Wipperaue betrieben hat.

Stephanie Lohde ist Aufderhöherin. "Es tat einem in der Seele weh, wenn man gesehen hat", dass der Bergische Hof ein Jahr lang quasi verfallen sei. "Das ist doch die Heimat von vielen Vereinen." Lohdes wollen alles daran setzen, dass das so bleibt und die Tradition fortgeschrieben wird. "Wir haben schon viel Zuspruch von den Nachbarn bekommen." Die Chorgemeinschaft Aufderhöhe hat signalisiert, hier künftig wieder zu proben. Auch Kegelvereine haben sich zurückgemeldet. Der Schützenverein Aufderhöhe will den großen Saal des Bergischen Hofes ebenfalls wieder für Veranstaltungen nutzen, zumal sich deren Gedenkstein ja ohnehin im Hof befindet. Diesen hat der 41-jährige Pächter als Biergarten mit 120 Plätzen gestaltet.

Vor sechs Wochen hat er den Pachtvertrag unterschrieben. Seitdem ist umfänglich renoviert worden, etwa die Kegelbahn, das Gesellschaftszimmer und auch die Küche, die mit neuen Geräten ausgestattet wurde. Der Gastraum hat neue Stühle und helle Ahorntische bekommen. "Wir haben das im Brauhausstil gestaltet", sagt Marcus Lohde. Großer Saal und Fassadenseite zum Busbahnhof sollen in den kommenden Wochen noch gestrichen werden.

"Wir freuen uns sehr", sagt der 41-Jährige über die Eröffnung, "und wir sind so gespannt, wie es angenommen wird." Er ist gelernter Koch und im Hotelfach Betriebswirt. Er hatte zuletzt ein Restaurant in Köln. Das Interconti in Hamburg und das Ramada in München gehörten unter anderem zu seinen beruflichen Stationen.

Quelle: RP
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