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Solingen
Nordstadt: Parkchaos durch Rotes Kreuz

Solingen: Nordstadt: Parkchaos durch Rotes Kreuz
Zugestellt: Die weißen Transporter des Fahrdienstes beim Solinger Roten Kreuz gehören zum gewohnten Anblick an der Burgstraße. Ein Bild wohlgemerkt, das die Nachbarn nervt. Denn vor allem abends und an den Wochenenden ziehen die Anwohner bei der Parkplatzsuche oft den Kürzeren. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Da auf dem DRK-Hof an der Burgstraße kaum Platz ist, stellt die Organisation Transporter am Straßenrand ab - und macht so Anwohnern bei Parkplätzen Konkurrenz. Die Nachbarn sind sauer. Das DRK will zum Weyersberg ausweichen. Von Martin Oberpriller

Die Bewohner der Burgstraße im Stadtbezirk Mitte sind zunehmend genervt. Denn seitdem der Behindertenfahrdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) damit begonnen hat, die eigenen Transporter überall an der engen Nordstadt-Straße abzustellen, gerät für die Nachbarn die Suche nach einem Parkplatz für das eigene Auto vor allem in den Abendstunden zu einem sprichwörtlichen Glückspiel - bei dem die Bewohner der angrenzenden Häuser regelmäßig den Kürzeren ziehen.

Ein Zustand, der nicht mehr länger tragbar ist, finden viele Betroffene, die darum jetzt nachhaltige Lösungen einfordern. "So wie augenblicklich geht es jedenfalls nicht mehr weiter", sagt beispielsweise eine Frau, die zusammen mit ihrer Familie an der Burgstraße lebt und darüber klagt, dass die Parkplatznot an Werktagen nach 17 Uhr sowie an den Wochenenden besonders schlimm ist.

Dabei ist die Lage seit geraumer Zeit bekannt. "Ich bin schon häufiger auf die Situation an der Burgstraße angesprochen worden", berichtete jetzt Solingens Erster Bürgermeister Ernst Lauterjung (SPD). Aus diesem Grund wandte sich der Sozialdemokrat vor kurzem an das städtische Ordnungsamt, obschon Lauterjung in erster Linie das DRK in der Pflicht sieht, für Abhilfe zu sorgen.

Das sieht man bei der Kreisleitung des Deutschen Roten Kreuzes Solingen im Prinzip genauso. "Bei den in Rede stehenden Wagen handelt es sich zwar, wenn man es genau nimmt, um Fahrzeuge unserer Tochtergesellschaft DRK Mobil. Trotzdem sind die Anwohner natürlich im Recht, wenn sie sich über die zugeparkten Flächen beschweren", sagte eine Rotkreuz-Sprecherin in dieser Woche auf Anfrage unserer Redaktion.

Deshalb soll das Problem nun zügig aus der Welt geschaffen werden. "Die Fahrzeuge werden für eine Übergangszeit auf dem großen Parkplatz am Weyersberg abgestellt", kündigte das DRK´dementsprechend an. Wobei die Umsetzung diese Plans aber noch einige Tage auf sich warten lassen wird, da ab heute zunächst ein Zirkus den Platz vor der Klingenhalle belegen und insgesamt zehn Tage bis einschließlich 18. Juni in Solingen gastieren wird.

Ohnehin stellt der Weyersberg für die 15 Transporter von DRK Solingen keine dauerhafte Option dar - weswegen sich das Rote Kreuz augenblicklich auf der Suche nach langfristig nutzbaren Stellplätzen für die Fahrzeuge befindet. "Wir bemühen uns darum, eine geeignete Fläche zu finden", betonte die Sprecherin.

Für die Nachbarn eine gute Nachricht, zumal manche Anwohner die Nöte des DRK durchaus nachvollziehen können. "Auf dem Hof des Roten Kreuzes ist der Parkraum natürlich begrenzt", gab etwa ein Mann zu bedenken, der mit dieser Einschätzung laut DRK einen wichtigen Punkt anspricht. "Tatsächlich können auf unserem Hof nicht sämtliche Autos geparkt werden", bestätigte nämlich die Organisationssprecherin.

Was wiederum daran liegt, dass der Fuhrpark des Deutschen Roten Kreuzes in der zurückliegenden Zeit aufgestockt wurde. "Die Transporter werden unter anderem dazu eingesetzt, Menschen mit Gehbehinderungen beispielsweise zum Arzt, aber auch zu privaten Terminen zu bringen", sagte die DRK-Sprecherin, die darauf setzt, das Parkraum-Dilemma auf der Burgstraße bald erledigt zu haben. "Wir werden auf alle Fälle das Gespräch mit den Anwohnern suchen, um den zuletzt entstandenen Ärger wieder auszuräumen", teilte das Solinger Rote Kreuz mit.

Quelle: RP
 
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