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Solingen
Notaufnahmen nur schwach belegt

Solingen. Ausschüsse wollen heute über weitere Holzbauten für Flüchtlinge entscheiden. Von Martin Oberpriller

Die Zahl der nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge ist in den zurückliegenden Tagen und Wochen deutlich nach unten gegangen. Und auch in den Solinger Unterkünften des Landes leben augenblicklich weit weniger Menschen, als dies noch vor kurzer Zeit der Fall war. Das geht aus der Antwort der Verwaltung auf eine Frage des Ratsmitglieds Thomas Disch (CDU) für die heutige Sitzung des Planungsausschusses hervor.

Demnach waren von den insgesamt 800 Plätzen, die in den Landeseinrichtungen zur Verfügung stehen, zum Stichtag 12. Februar gerade einmal 157 belegt. Gleichwohl rechnen die Verantwortlichen im Solinger Rathaus nach wie vor damit, dass der Zuzug von Flüchtlingen in die Klingenstadt in den kommenden Monaten nicht abreißen wird. Aus diesem Grund wird der Planungsausschuss heute (17 Uhr, kleiner Konzertsaal im Theater und Konzerthaus) einmal mehr über die Unterbringung jener Menschen diskutieren, die nicht nur kurzfristig aufzunehmen sind.

Zuletzt hatte sich der Planungsausschuss am 11. Februar vertagt. Bezüglich der Standorte für zwei weitere Holzhäuser in Modulbauweise gab es noch Beratungsbedarf. So war, wie berichtet, vor allem an dem möglichen Standort Schwabenstraße Kritik aufgekommen. Vertreter der Politik hatten geklagt, die Gegend der Solinger Südstadt könnte zu stark belastet werden, da bereits in der Nähe, an der Zietenstraße, eine Unterkunft entsteht.

Tatsächlich drängt aber die Zeit. Denn die Stadt besitzt gegenüber dem Hersteller der Holzhäuser eine nur befristete Kaufoption. Aus diesem Grund treffen sich nach der Sitzung des Planungsausschusses am Abend (18.30 Uhr) auch die Mitglieder des Finanzausschusses. In der nichtöffentlichen Sitzung soll der Weg frei gemacht werden für die Bestellung weiterer Modulbauten aus Holz.

Derweil nimmt die Kritik an der Informationspolitik der Stadt zu. So regt sich zum Beispiel in der Umgebung der Nibelungenstraße - ein weiterer potenzieller Standort für ein Holzhaus - Unmut. Man werde großteils im Unklaren gelassen. Aus diesem Grund seien inzwischen etliche Nachbarn erschrocken und erbost, hieß es bei Anwohnern am Wochenende.

Quelle: RP
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