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Solingen
Nümmener feiern ihre Heimat mit Nachbarn und Freunden

Solingen. Fröhlich ging es zu beim Heimatfest, das die Hofschaft Nümmen am Wochenende auf die Beine stellte. Von Sandra Grünwald

Organisiert wird alles von einem einzigen Verein - dem Heimatverein Nümmen. Doch der hat rund 500 Mitglieder. "Es sind 220 Familien mit dabei", weiß Mechtild Theivißen vom Vereinsvorstand. Sie selbst hat in diesem Jahr ein kleines Jubiläum.

"Ich bin 1985 nach Nümmen gezogen", verrät sie. Dreißig Jahre wohnt sie nun in der Hofschaft. "Anfangs habe ich das Heimatfest als Gast miterlebt, aber nach ein paar Jahren war ich schon aktiv dabei", erinnert sie sich, "und ruckzuck war ich auch im Vorstand." Sie verkauft an ihrem Stand mediterrane Speisen vom Spieß mit Meeresfrüchten bis zur vegetarischen Vorspeisenplatte. "Am Montag war der erste große Einkauf und am Freitag haben wir den ganzen Tag vorgekocht", erzählt sie. "Es dauert, bis zehn Kilo Gemüse gar sind."

Doch nicht nur Mediterranes ist geboten. Auch die Pliesschiepen sind gefragt. "In Anlehnung an die Schleifscheiben haben wir uns extra rundes Brot backen lassen", verrät Mechtild Theivißen. Das wurde dann mit Blutwurst belegt. Natürlich darf auch die Kottenbutter nicht fehlen.

Eine Besonderheit in Nümmen ist auch der Pfälzer Flammkuchen, der im eigenen, mit Holz befeuerten Ofen gebacken wird. Reibekuchen, Waffeln und Gegrilltes ergänzen das Angebot. Am Cocktailstand Sansibar gibt es Mixgetränke mit und ohne Alkohol für all jene, die nicht so gerne Wein oder Bier trinken. An einem Stand stehen die Kinder Schlange. Hier dürfen sie ihr Geschick im Dosenwerfen testen. Andere schauen sich lieber das Kasperletheater an.

"Für die Kleinsten haben wir eine Hüpfburg aufgebaut", sagt Theivißen. Und die wird auch schnell in Beschlag genommen. Alle Stände, die rund um das Vereinshaus "Nümmener Treff" aufgebaut wurden, wurden von den Vereinsmitgliedern selbst entworfen und gebaut. "Damit wir sie gut wieder verstauen können."

Damit das ganze Fest klappt, sind an den beiden Tagen 120 Leute im Einsatz. Idyllisch ist es unter den Bäumen und am lustig plätschernden Bach, wo viele Sitzmöglichkeiten geschaffen wurden. "Damit sich die Leute mit Freunden und Familie unterhalten können", sagt Theivißen. Und am Abend steht die Band "Répete" auf der Bühne unter den Nadelbäumen und sorgt mit Coversongs für Sommerfeierlaune. Zum Frühschoppen am Sonntagvormittag kommen dann mit "The cuckoo" und "Miri und Dom" die Nachwuchskünstler zum Zuge - eine Idee des Vereinsvorsitzenden Dirk Schulenberg.

"Der Auftritt von Nachwuchsbands soll fester Bestandteil des Festes werden", verspricht Mechtild Theivißen. Und "The cuckoo" ist nicht nur die Gewinnerband des Band-Contests, sie hat auch Wurzeln in Nümmen. "Die Großeltern eines Bandmitglieds wohnen hier", weiß Theivißen.

So wird der Auftritt für "The cuckoo" zum Heimspiel.

Quelle: RP
 
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