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Solingen
Ohligser erwarten von Gräfin Abriss der Olbo-Ruine

Solingen: Ohligser erwarten von Gräfin Abriss der Olbo-Ruine
Eine Dauerruine - die Gebäude der ehemaligen Olbo-Fabrik. FOTO: Köhlen
Solingen. Die Wohnungen erwiesen sich als Verkaufsschlager. Die 86 Einheiten in den vier Häusern des Olbo-Parks in Ohligs konnte Bauträger und Investor plan 8 binnen weniger Monate verkaufen. Von Uwe Vetter und Martin Oberpriller

Bis auf die Außenanlagen ist der Olbo-Park im Bereich Aachener Straße / Heiligenstock fertiggestellt. Allerdings blicken viele der Bewohner weiter auf einen Schuttberg sowie eine Ruine: Denn der endgültige Abriss der alten Textilfabrik Olbo lässt auf sich warten.

Entsprechend hoch sind deshalb die Erwartungen, die plan 8-Geschäftsführer Gerd Fischer mit Blick auf kommenden Montag hat. Dann nämlich wird im Rathaus Dr. Jeannine Gräfin von Thun und Hohenstein Veit als Investorin des geplanten O-Quartiers zu einem Gespräch mit Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Stadtdirektor Hartmut Hoferichter erwartet.

"Der weitere Abriss der alten Textilfabrik wäre gut für die Bewohner - allein schon wegen der Optik", sagte Gerd Fischer gestern. Er hofft aber auch, dass danach zügig der Neubau des O-Quartiers beginnt. Dafür müssten sich jedoch die Parteien aufeinander zubewegen. "Ich kann beide Seiten gut verstehen", betonte Fischer. Einerseits gebe es einen rechtsverbindlichen Bebauungsplan. Und die Gräfin könne eine gut 80-prozentige Vermietungsquote vorweisen. Andererseits sieht der plan 8-Chef aber auch die Interessen der Stadt mit der Verkleinerung der Einkaufsflächen und weiteren Wohnungen als richtig an. "Es geht darum, das Gespräch zielführend zu gestalten", so Fischer.

Darüber würde sich auch Marc Westkämper (CDU) freuen. "Für Ohligs müssen kurzfristige Lösungen gefunden werden", unterstrich der Bezirksbürgermeister von Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid am Freitag. Kurzfristig ist für Westkämper zunächst der Abriss der Ruine - "und dann schnellstmöglich der Bau eines Zentrums mit einem vertretbaren Mix aus Wohnungen und Einkaufen". Verläuft das Gespräch hingegen ergebnislos, "wäre das eine Katastrophe", so der Bezirksbürgermeister. Denn Ohligs würde dann weitere Kaufkraft verlieren.

Eine Befürchtung, die der Christdemokrat mit Joachim Junker, Geschäftsführer der Ohligser Jongens, teilt. "Es ist ein Fiasko, dass wir seit Jahren keinen Lebensmittelvollsortimenter mehr in Ohligs haben", sagte Junker im Gespräch mit unserer Redaktion. Aus diesem Grund sei es nun höchste Zeit, "den unerträglichen Zustand der Dauerruine" endlich zu beenden. Auch Junker forderte noch einmal den frühestmöglichen Abriss der alten Gebäude am Markt - wobei dies für die Ohligser Jongens nur ein erster Schritt sein kann. Junker: "Das Center muss schnell kommen".

Quelle: RP
 
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