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Solingen
Omega-Gespräche gehen im Herbst weiter

Solingen: Omega-Gespräche gehen im Herbst weiter
Das Omega-Areal und die Kieserling-Hallen (im Hintergrund) gehören nach Expertenmeinung zu den wertvollsten Grundstücken Solingens. FOTO: Köhlen
Solingen. Aktuell besteht Kontakt zu "fünf bis sieben" Investoren, die auf der City-Brache ein urbanes Quartier schaffen wollen. Entgegen erster Pläne rollen noch keine Bagger. Die Stadt sieht sich trotz des "ambitionierten" Ziels im Zeitplan. Von Martin Oberpriller

Hinter allen Beteiligten liegen anstrengende Wochen und Monate. So wurden nach dem Zuschlag für das Kölner Planungsbüro Astoc zur Bebauung des Omega-Geländes im vergangenen Dezember bereits zahlreiche Gespräche mit Interessenten geführt, die sich vorstellen können, das städtebauliche Filetstück am Südrand der Solinger City mit neuem Leben zu füllen. Doch eine Entscheidung darüber, wie das zurzeit großteils brachliegende Areal später einmal aussehen soll, ist bis zum heutigen Tag nicht gefallen.

Und wird vermutlich auch noch eine Weile auf sich warten lassen. Denn wie ein Rathaus-Sprecher jetzt auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte, sind für die Zeit nach den Sommerferien zunächst einmal weitere Verhandlungen angesetzt. Dann wollen die Stadt sowie die Wirtschaftsförderung in einer neuen Runde mit der Familie Evertz als Eigentümerin der Kieserling-Hallen, die einen Großteil des Geländes ausmachen, erörtern, wie das zukünftige Vorgehen aussehen könnte.

"Die Verschränkung von privatem und öffentlichem Interesse zum Nutzen aller ist eine spezielle Herausforderung", sagte der Stadtsprecher, der zudem betonte, eine "so ambitionierte Zielsetzung" benötige ihre Zeit am Immobilienmarkt. Indes, so die Stadt, läge man nach wie vor im vereinbarten Zeitplan.

Die Bebauung auf dem Gelände ist sehr unterschiedlich. Neben Hallen existieren auch stattliche Verwaltungsbauten. FOTO: Köhlen Stephan

Dieser hatte ursprünglich vorgehen, möglichst schon einige Monate nach dem Abschluss des Ideenwettbewerbs mit den ersten Baumaßnahmen zu starten. Aus diesem Grund bündelten die Verantwortlichen im Rathaus zunächst einmal die eingehenden Anfragen von verschiedenen Investoren und Projektentwicklern, um daran anschließend mit "zehn bis 15 ernstzunehmenden Interessenten" in Kontakt zu treten.

Von diesen potenziellen Investoren seien mittlerweile "fünf bis sieben Investoren" übrig geblieben, mit denen konkrete Gespräche geführt würden, hieß es zum aktuellen Stand der Dinge aus der Solinger Stadtverwaltung, wo sich die zuständigen Stellen darüber im Klaren sind, dass bis zu einem möglichen Baustart weiterhin einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen sein werden.

Der Grund: Die Vorstellungen der Projektentwickler zur Revitalisierung des Dreiecks zwischen Kölner Straße, Birkenweiher sowie Birkerstraße variieren erheblich. Was wiederum zur Folge hat, dass die Stadt und die Familie Evertz genau zu untersuchen haben, welche Ideen am Ende am besten in den Rahmen der favorisierten Gesamtentwicklung beziehungsweise zum Entwicklungskonzept für den Stadtteil passen.

Tatsächlich sprechen sich externe Experten für eine Vermarktung quasi aus einer Hand aus. Doch egal, ob konkrete Nutzung oder Kaufpreisvorstellungen - ehe die sprichwörtlichen Nägel mit Köpfen gemacht werden können, bedarf es zusätzlicher Untersuchungen. So wurden beispielsweise vonseiten der Interessenten Fragen sowohl zur Beschaffenheit der Grundstücke, als auch zu den einzelnen Immobilien, insbesondere im Evertz-Bereich, laut. Weswegen inzwischen eine erweiterte Grundstücksanalyse erstellt wurde.

"In dieser Analyse geht es etwa darum, wo genau Rohre und Leitungen im Boden verlaufen", sagte der Rathaus-Sprecher, der ferner ankündigte, die "zuständigen Ratsgremien" würden "zeitnah nach der Sommerpause durch die Stadt informiert" werden.

Ziel der Verantwortlichen ist es, durch eine Verbindung bestehender Bauten und neuer Elemente ein urbanes Stadtquartier mit Gewerbe, Wohnen, Gastronomie wachsen zu lassen. Und überdies könnte auf dem städtischen Teil der Entwicklungsfläche ein Hotel gebaut werden.

Quelle: RP
 
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