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Solingen
Onkologisches Zentrum der St. Lukas Klinik wird zertifiziert

Solingen. Insgesamt fünf Tage haben die Auditoren des Unternehmens Wieso Cert die Abläufe des Onkologischen Zentrums der St. Lukas Klinik in Ohligs genau überprüft - und am Ende die Zertifizierung ausgesprochen: Nun darf sich die Klinik "Zertifiziertes Onkologisches Zentrum" nennen. Dazu wurden Behandlungsabläufe und -prozesse rund um Aufbau, Management und Strukturen, Konzepte und Abläufe sowie Verfahrens- und Arbeitsanweisungen verbindlich festgelegt. "Im onkologischen Therapieprozess sind Standards eine ganz wichtige Sache, unter anderem wegen der Transparenz, aber auch, um die Interdisziplinarität zu wahren", erläutert Professor Ulrich Mahlknecht, Chefarzt der Onkologie und Hämatologie und Leiter des Onkologischen Zentrums. Von Maxine Herder

Bei seinem Dienstantritt im Januar 2012 sei die Onkologie der Klinik ein "kleines Pflänzchen" gewesen. "Wir konnten gestalten, wie dieses Pflänzchen wächst." Dabei seien die so wichtigen Standards bereits eingeführt worden. "Die Zertifizierung ist aufgrund unserer Vorarbeit sozusagen aus dem Stand passiert. Wir haben alle ganz normal weiter gearbeitet."

Die Patienten-Sicherheit stehe bei ihrer Arbeit stets im Vordergrund - und wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen abgesichert: Einmal in der Woche findet die Tumor-Konferenz statt, an der Fachärzte aller rund ein Dutzend am Onkologischen Zentrum beteiligten Disziplinen teilnehmen. "Wir überlegen für jeden einzelnen Patienten, wie man ihn optimal versorgen kann", erläutert Professor Mahlknecht.

In Fragebögen werden die Patienten befragt, zudem sind in alle Abläufe Sicherheitsschritte eingebaut. "Für jede Krebsart sind die Behandlungsstandards genau festgelegt", erklärt Dr. Markus Meibert, Chefarzt der Chirurgie und stellvertretender Leiter des Onkologischen Zentrums. "Im Rahmen der Zertifizierung haben wir diese Abläufe schriftlich festgehalten."

Besonderer Wert wird im Onkologischen Zentrum auf eine gute Atmosphäre gelegt. "Es ist uns sehr wichtig, dass der Patient als Mensch gesehen wird und nicht als Organ oder Nummer", so Mahlknecht. Neben der Schulmedizin würden unter anderem Aromatherapie oder Behandlungen mit Heilpflanzen angeboten.

Und genau dies, sagt Dr. Ralph Wiedensohler, Geschäftsführer des zertifizierenden Unternehmens Wieso Cert, sei bei der Begutachtung positiv aufgefallen. "Der fürsorgliche Umgang, die besondere Atmosphäre in der Onkologischen Ambulanz, das ist hier schon überdurchschnittlich umgesetzt." Besonders positiv aufgefallen seien außerdem die strukturellen und systematischen Festlegungen der Prozesse. "Systematik hat genau wie die Patientenführung bei der Zertifizierung einen hohen Stellenwert."

"Die uns nun extern bestätigte sehr gute Prozessqualität ist für uns mehr als ein Siegel. Wir verstehen dies als Selbstverpflichtung", sagt Krankenhaus-Direktor Johannes Wecker.

Das Zertifikat wird für drei Jahre ausgestellt, jährlich finden Überprüfungen statt.

Quelle: RP
 
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