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Solingen
Orientexpress startet mit Lydie Auvray

Solingen: Orientexpress startet mit Lydie Auvray
Lydie Auvray will die Besucher zum Auftakt des Kulturfestivals am kommenden Samstag in die Straßen von Paris entführen. FOTO: Archiv
Solingen. Mit französischen Chansons wird das Festival am Samstag eröffnet. In zwei Wochen gibt es mehr als 20 Veranstaltungen in drei Städten. Von Maxine Herder

Einsteigen, die Türen schließen - der Orientexpress fährt ab: Am Samstag, 15. August, startet in der Klingenstadt das interkulturelle Festival "Orientexpress - Begegnung der Kulturen zwischen Orient und Okzident" des Caritasverbands Wuppertal/Solingen. Vom 15. bis 30. August erwarten die Besucher 21 Veranstaltungen in Solingen, Wuppertal und Schwelm, von Konzerten und Lesungen über Filme und Theater bis hin zu Ausstellungen.

Zum Beginn der Reise des legendären Orient-Express wird Lydie Auvray im Kunstmuseum Solingen die mitreisenden Besucher mit französischen Chansons in die Straßen von Paris versetzen - dem Ausgangspunkt der langen Fahrt des Orientexpress, der die französische Hauptstadt mit Istanbul verband. "Der Orientexpress steht hier als Symbol für die Strecke, die er gefahren ist, für die Kulturen von Paris bis Istanbul, die im Rahmen des Festivals auch präsentiert werden sollen", sagt Olga Zimpfer, Projektmitarbeiterin im Fachdienst Integration/ Migration, die das Festival mit organisiert. Solingen stelle Paris dar, Wuppertal den Streckenabschnitt von Wien bis Bukarest, Schwelm schließlich das Ziel Istanbul.

In allen drei Städten gibt es Veranstaltungen, dabei geht es immer um die Begegnung und den Dialog der Kulturen. "Wir möchten zeigen, wie sich Kulturen hier vermischen, welche Kunstformen dadurch entstehen, dass die regionale Kultur und die mitgebrachte Kultur von Künstlern, die mittlerweile hier Zuhause sind, zusammenkommen. Und wir möchten zeigen, wie diese Kunstformen uns bereichern", sagt Anita Dabrowski, Leiterin des Fachdienstes Integration/ Migration beim Caritasverband Wuppertal/ Solingen. Der Orientexpress stehe dabei auch als Symbol für die Mobilität: "Es ist gerade sehr viel in Bewegung in Europa, viele machen sich auf den Weg. Viele Künstler haben das Thema Flucht zum Ausdruck gebracht. Kunst und Kultur finden nicht isoliert vom politischen Geschehen statt."

Seit 1995 organisiert die Caritas das Festival, das bis 2011 unter dem Titel "Ost West Kontakte" stand. "Wir versuchen nun, einen neuen Fokus zu zeigen", so Dabrowski. Um möglichst viele Leute begeistern zu können, sei der Eintritt zu einem Großteil der Veranstaltungen frei.

"Soziales Engagement und Kultur sind eng verwoben", sagt Dr. Christoph Humburg, 1. Vorstandsvorsitzender des Caritasverbands Wuppertal/Solingen. Für ihn geht es bei der Veranstaltung, für die Ministerin Sylvia Löhrmann die Schirmherrschaft übernommen hat, um drei Ziele: "Kulturelle Bildung durch aktive Beteiligung zu ermöglichen, den Austausch zwischen Künstlern verschiedener Nationalitäten und den Besuchern zu fördern und die Vernetzung regionaler Künstler und der teilnehmenden Städte zu unterstützen." Auf diese Weise, so Humburg weiter, würden die Potenziale der Migrationsgesellschaft gestärkt. Um die Stärkung der Kooperation von Künstlern aus dem Bergischen Land geht es auch Hans Knopper, Leiter des Kulturmanagements, das die Veranstaltung unterstützt. "Der Blick wird geschärft, und in Solingen ansässige Einrichtungen werden von Künstlern und Besuchern von außerhalb wahrgenommen." Zudem enstehe eine integrative Kraft, die dazu beitrage, dass der Blick geöffnet werde für Dinge, die man in der eigenen Kultur nich wahrnehme.

Quelle: RP
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