| 00.00 Uhr

Was Nebenan Passiert Aus Dem Bezirk Gräfrath
Ortspolitiker wollen Eltern-Haltestellen

Solingen. Die Verwaltung prüft jetzt die Möglichkeiten zur Einrichtung spezieller Ein- und Ausstiegsbereiche an Grundschulen. Von Maxine Herder

Die Bezirksvertretung (BV) Gräfrath hat die Verwaltung beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Grundschulen im Stadtteil die Einrichtung von Ein- und Ausstiegszonen für Kinder an ihren Schulen - die sogenannten Eltern-Haltestellen - zu überprüfen. Denn es kommt mitunter zu chaotischen Szenen, wenn die Eltern ihre Kinder am Morgen bringen und am Mittag abholen. "Die Lehrer sind sehr betroffen, was sich da zum Teil abspielt", sagte Bezirksvertreter Andreas Zelljahn (FDP) in der Sitzung der BV, weshalb er den Antrag eingebracht habe und seine Fraktion den Vorstoß des Verbands Bildung und Erziehung Solingen (VBE) zur Einrichtung der Aus- und Einstiegszonen, wie es sie bereits an der Walder Grundschule Weyer gibt (wir berichteten), begrüße.

Bei den anderen Ortspolitikern stieß der Vorschlag auf positive Resonanz: "Ich habe mich mit einer Lehrerin der Grundschule Gerberstraße unterhalten, die immer wieder gefährliche Situationen beobachtet, und, wie ihre Kollegen auch, gerne eine Lösung dafür finden würde", so Bezirksvertreterin Eva Nieper (CDU).

Denkbar, so Nieper weiter, seien derartige Halteflächen für die Grundschule Gerberstraße beispielsweise im unteren Teil der Huttenstraße, von wo aus die Kinder nur noch einmal um die Kurve gehen müssten. "Ich habe mir das Spektakel einmal angesehen, das ist der pure Wahnsinn", sagte auch CDU-Bezirksvertreter Christoph Keull. Und betonte: "Das ist kein Kinder-Problem, sondern ein Eltern-Problem." Und das ließe sich kaum mit einigen Parkplätzen befriedigend lösen. "Ich bin der Auffassung, dass hier die Pädagogen und die Polizei mit den Eltern gemeinsam etwas auf die Beine stellen müssen." Es sei notwendig, Anreize zu schaffen, dass mehr Kinder zu Fuß gingen, sagte Grünen-Bezirksvertreterin Monika Tönnies. "Dies könnte man beispielsweise durch Aktionen wie das Klimaschutzprogramm ,Kinder sammeln grüne Meilen' erreichen", regte sie an.

Die Verwaltung wird jetzt für alle 21 Grundschulen in der Stadt prüfen, welche Möglichkeiten zur Einrichtung derartiger Eltern-Haltestellen es gibt. Zudem sollen mit den Schulen auch weitere Möglichkeiten zur Entspannung der Situation, beispielsweise durch Aktionen und Projekte, besprochen werden.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Was Nebenan Passiert Aus Dem Bezirk Gräfrath: Ortspolitiker wollen Eltern-Haltestellen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.