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Solingen
Pastoralreferent Thomas Otten geht in Elternzeit

Solingen. Am 13. Mai ist es soweit - der als Pastoralreferent im Pfarrverband Solingen West tätige Thomas Otten verabschiedet sich in die Elternzeit. "Erster Auslöser war, dass das Bistum auf mich zukam und fragte, wie es weitergehen soll", erklärt Thomas Otten. Da er sein Amt bereits seit zehn Jahren ausgeübt hat, stand eine Veränderung an. "Zehn Jahre sind der erste Schnitt", erklärt er, "dann kann oder soll man wechseln." Also beriet er sich mit seiner Frau. "Uns war schnell klar, dass es der richtige Zeitpunkt für mich ist, in Elternzeit zu gehen." Im vergangenen Herbst kam nämlich ihr Töchterchen zur Welt. "So passte es gut."

Vor allem kann Thomas Otten nun die ganze Familie entlasten, denn inzwischen sorgen vier Töchter und ein Sohn für jede Menge Trubel im Hause Otten. Eine halbe Stelle behält er jedoch bei. "Ich werde das Ehepastoral in den drei Bergischen Städten weiterführen." Dazu gehört nicht nur die Begleitung der Ehepaare in der Vorbereitung auf die Hochzeit, sondern auch im weiteren Verlauf. "Es gibt Angebote für Ehepaare", erzählt Thomas Otten. "Wir haben neulich eine Tanzveranstaltung gemacht, es gibt Pilgerreisen." Auch die Feierlichkeiten bei Jubiläen werden vom Ehepastoral mit organisiert. Dieses Amt kann er weiterführen, da er es erst seit fünf Jahren begleitet. "Da sind die zehn Jahre noch nicht abgelaufen."

Doch das Familienpastoral im Pfarrverband Solingen West lässt er dann zurück und hofft, dass die Stelle neu besetzt wird. Es wäre sonst ein Verlust im Pastoralteam. Denn die Situation ist bereits angespannt, weil Seelsorger fehlen. Sein Ausscheiden verstärkt das noch. Er wünscht sich, dass das Bistum einen geeigneten Nachfolger findet. "Zumindest ab Sommer. Bis dahin wird die Stelle wohl vakant bleiben."

Thomas Otten freut sich auf seine Elternzeit. "Für uns war es gut, diese zu nutzen. Wir wollten auch ein Signal setzen, dass es in heutiger Zeit richtig ist, die Elternzeit in Anspruch zu nehmen." Thomas Otten hat sich für die 13-monatige Elternzeit entschieden.

Danach möchte er wieder auf eine volle Stelle gehen. "Wenn das Jahr vorbei ist, müssen wir schauen, wie es weitergeht." In welchem Bereich er eingesetzt wird, ist noch nicht klar, nur, dass er eine Stelle in der Umgebung sucht, "in erreichbarer Nähe", wie er sagt, denn die Familie möchte in Solingen wohnen bleiben. "Die Kinder sind in den entsprechenden Einrichtungen und wir denken, dass es besser so ist." Dennoch fällt ihm der Abschied von seinem Amt nicht leicht. In all den Jahren seiner Tätigkeit sind ihm viele Menschen ans Herz gewachsen.

(sue)
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