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Solingen
Petition gegen Kürzungen im Solinger Busverkehr

Solingen. Die Bürgerinitiative "Solingen gehört uns" läuft Sturm gegen eine Ausdünnung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und hat darum jetzt im Internet eine Unterschriftenaktion gest artet, um eine Verschlechterung beim Busangebot zu verhindern.

Dabei hat die Initiative vor allem die Sparvorschläge der Unternehmensberatung Rödl & Partner im Blick. Deren Ansatz, ganze Linien einzustellen und den Fahrplan an den Wochenenden sowie abends zusammenzustreichen, gehe an der Realität vorbei, hieß es vonseiten der Bürgerinitiative.

Darüber ´hinaus kritisiert "Solingen gehört uns" aber auch die Stadtverwaltung. Diese sehe ebenso wie die von ihr beauftrage Beraterfirma Kürzungen in einem Volumen von 600.000 Euro vor - etwa durch die Streichung von Frühfahrten, eine Verschlechterung des Abendangebots, die Abschaffung der Kleinbuslinie in die Randbezirke von Gräfrath und die Ausdünnung des Busverkehrs nach Burg.

All dies hätte nach Ansicht der Initiative fatale Folgen - vor allem für Ältere, Behinderte sowie Familien, die am Stadtrand leben. So würden beispielsweise Jugendliche in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt und Ärmere vom sozialen Leben abgekoppelt .

Um ein solches Szenario zu vermeiden, hat "Solingen gehört uns" auf der Netz-Plattform www.openpetition.de nun die Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, die bis 15. Dezember läuft und auf der sich bis gestern Mittag in den ersten 24 Stunden 112 Bürger eintrugen. Ziel ist es, statt einer Kürzung einen Ausbau des ÖPNV zu inititieren. Sollten bis zum Ende der Petition 2000 Unterschriften eingehen, wird von openpetition.de eine Stellungnahme der Verantwortlichen in Politik und Verwaltung eingeholt. Zudem plant "Solingen gehört uns" eine Resolution an Rat und Stadt.

(or)
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