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Solingen
Philatelisten feiern mit Freunden aus Aue

Solingen: Philatelisten feiern mit Freunden aus Aue
Die Marke unter der Lupe: Reinhard Heinig vom Arbeitskreis Markenheftchen beim Treffen im Theater-Foyer. FOTO: Köhlen
Solingen. Der Solinger Sammlerverein traf sich jetzt mit Briefmarkenfreunden aus Aue. Der Kontakt besteht seit 25 Jahren. Von Wolfgang Günther

Aue, Solingens Partnerstadt in Sachsen, trägt den Namen "Brückenstadt" im Zusatz. Vor 25 Jahren schlug der Solinger Verein für Philatelie und Postgeschichte eine Brücke zu den Briefmarkenfreunden der Stadt an Mulde und Schwarzwasser, die bis heute auf einem festen Fundament steht.

Gefeiert wurde das Jubiläum jetzt beim 34. Großtauschtag der Solinger Philatelisten im Foyer des Theaters. Zum 25-Jährigen war auch ein Sonderstempel gefertigt worden. Aus Aue kam eine vierköpfige Delegation nach Solingen. Und im Wettbewerb der Sonderausstellungen gewann dann auch der Auer Frank Richter die Silbermedaille mit einer Ausstellung über seine Stadt anhand der Postkarten historischer Gaststätten. Der dritte Preis ging an den Solinger Werner Rühlke für seine Postkartensammlung über das "Wauler Dorp". Auch Siegerurkunde und Goldmedaille blieben in der Klingenstadt: Dieter Höfer zeigte Ausschnitte einer großen Sammlung über Hufeisenstempel.

Die Jury bestand in diesem Jahr aus Mitgliedern des Pina-Bausch-Freundeskreises. Anlässlich des 75. Geburtstags der 2009 verstorbenen Choreografin wurde in Wuppertal eine Sondermarke präsentiert. "Wir haben daraufhin den Solinger Freundeskreis der Tänzerin angesprochen", sagte Günter Hinrichs, Ehrenmitglied der Solinger Philatelisten. "Natürlich soll Pina auch in ihrer Geburtsstadt gewürdigt werden. Wir haben uns davon anregen lassen, einen eigenen Briefumschlag zu entwerfen", sagte Dr. Peter Schmiegelow, zweiter Vorsitzender des Freundeskreises.

Der Umschlag mit Briefmarke, einem Pina-Bausch-Sonderstempel mit dem Datum 11. Oktober 2015 und einem Bild der weltberühmten Choreografin, gemalt von Bettina Mauel, wurde vom Freundeskreis an einem eigenen Stand für 2,50 Euro verkauft.

Aber es gab auch noch weitere Jubiläen zu feiern: Blickfang war die erste Briefmarke überhaupt, die "Black Penny". Sie zeigt ein Bild der jungen britischen Königin Victoria und wurde 1840 herausgegeben. Auch Philipp Scheidemann wurde zum 150. Geburtstag von den Solinger Briefmarkenfreunden mit einer Sondermarke geehrt. Der Abgeordnete für Solingen rief 1918 vom Balkon des Reichstags die Republik aus. Zahlreiche Händler waren mit ihren Ständen vertreten, es gab viel zu entdecken, in kleinen Gruppen wurde ausgiebig gefachsimpelt und diskutiert. Ein großer Wühltisch mit Briefmarken für fünf Cent lockte die Schnäppchenjäger an. "Natürlich fehlt es auch bei uns ein wenig an Nachwuchs, aber das ist kein Grund zur Klage, denn auch ältere Menschen entdecken im Ruhestand ihr früheres Hobby plötzlich wieder neu", sagte Hinrichs zufrieden.

Quelle: RP
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