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Solingen
Piepersberg steht als Arena-Standort fest

Solingen: Piepersberg steht als Arena-Standort fest
Auf der eingezeichneten Fläche in Piepersberg-West soll die neue Arena entstehen. Während die Halle in Solingen liegt, erfolgt die Erschließung über die Straße Höhe in Wuppertal (oben). FOTO: Moll
Solingen. Die neue Halle für die BHC-Handball-Profis und andere Events soll im Gewerbegebiet Piepersberg-West liegen. Ab März läuft Architektenwettbewerb, Fördergelder scheinen sicher. Umweltschutz wird miteinbezogen. Baustart soll 2017 sein. Von Martin Oberpriller

Die Planungen für eine moderne "Arena Bergisch Land" werden immer konkreter. Wahrscheinlich im März beginnt ein Architektenwettbewerb, mit dessen Hilfe ein geeigneter Entwurf gefunden werden soll. Und auch der Standort für die neue Halle mit bis zu 7000 Zuschauerplätzen steht inzwischen fest. Ein Arbeitskreis unter Leitung der Stadt hat jetzt entschieden, dass das bereits seit längerer Zeit favorisierte Gewerbegebiet Piepersberg an der Stadtgrenze von Solingen und Wuppertal zur neuen Heimat der Handballprofis vom Bergischen HC werden soll.

Noch spielt der BHC in der Klingenhalle (Foto) und der Uni-Halle Wuppertal. In der Arena würden neben Handball auch andere Events steigen. FOTO: Archiv

Das bestätigte der bei der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) zuständige Teamleiter Carsten Zimmermann gestern im Gespräch mit unserer Redaktion. "Die Halle selbst wird in Solingen liegen, während die Erschließung über Wuppertaler Stadtgebiet erfolgt", sagte Zimmermann, der davon ausgeht, dass der Baubeginn für das 15-Millionen-Euro-Projekt im kommenden Jahr sein könnte.

In den zurückliegenden Monaten waren gleich zwei Expertenteams mit Fachleuten der BSW, der beiden Städte Solingen und Wuppertal sowie des BHC mit der Realisierung der "Arena Bergisch Land" beschäftigt gewesen. Neben dem erwähnten Arbeitskreis "Planung" unter Federführung Solingens hatte eine weitere Gruppe unter der Leitung der BSW vor allem mögliche Wege zur Finanzierung der Halle untersucht.

Dabei wurde relativ schnell deutlich, dass vonseiten der klammen Städte keine Geldhilfe zu erwarten ist. Gleichwohl haben die Verantwortlichen inzwischen eine auf mehreren Füßen stehende Finanzierung entwickelt, die sich zu einem Teil aus Eigenmitteln des Bergischen HC sowie Sponsorengeldern (zusammen rund vier Millionen Euro) speist. Weitere vier Millionen könnten aus einer speziellen Landesförderung für Sportstätten kommen. Und der Rest (rund sieben Millionen Euro) flösse wiederum aus einem Kreditprogramm der landeseigenen NRW-Bank.

Erste Gespräche mit dem Sportministerium in Düsseldorf fanden bereits statt. "Diese verliefen in einer sehr positiven und konstruktiven Atmosphäre", berichtete Carsten Zimmermann jetzt von diesen Treffen. Tatsächlich steht einer Bewilligung der Landesgelder nach Informationen unserer Redaktion kaum etwas im Wege - vorausgesetzt, die damit einhergehenden Bedingungen werden in den kommenden Monaten erfüllt.

Aus diesem Grund ist nun eine Art Doppelstrategie vorgesehen. Zum einen gilt es, in Solingen einen neuen Bebauungsplan aufzustellen sowie in Wuppertal einen bestehenden Bebauungsplan zu ändern. Beides soll in der nächsten Zeit mit der Einbringung entsprechender Vorlagen angeschoben werden. Und parallel dazu läuft der eingangs erwähnte Architektenwettbewerb, der Mitte des Jahres mit einem Siegerentwurf abgeschlossen sein wird, wobei dieser dann die Grundlage der beim Land zu stellenden Anträge bilden soll.

Gleichzeitig versuchten die Verantwortlichen gestern, Bedenken bezüglich der Umweltverträglichkeit des Projekts zu zerstreuen. "Der Umweltschutz ist ein sehr wichtiger Punkt", sagte BSW-Mann Zimmermann in Reaktion auf eine Kritik der Bürgerinitiative "Rettet das Ittertal" Ende vergangener Woche. Die Initiative hatte geargwöhnt, mit dem Architektenwettbewerb könnten womöglich noch vor Abschluss des für Februar erwarteten Gesamtgutachtens zur Bebauung im Ittertal Fakten geschaffen werden.

Eine Befürchtung, die aus Sicht der BSW unbegründet ist, würden die Ergebnisse der Expertise doch in den Architektenwettbewerb miteinfließen. Und zudem ist vorgesehen, die Öffentlichkeit umfassend zu informieren.

Quelle: RP
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