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Solingen
Polizei hält vor Demo Kontakt zu türkischen Gemeinden

Solingen. Vor den für das Wochenende geplanten Großdemonstrationen türkischer Organisationen in Köln geht die Polizei in der Klingenstadt auf Nummer sicher. Da zu erwarten ist, dass auch etliche der mehreren tausend Solinger Türken sowie Deutsche mit türkischen Wurzeln heute beziehungsweise am Sonntag in die Domstadt fahren werden, um gegen oder für die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu demonstrieren, haben sogenannte Kontaktbeamte der Polizei in den vergangenen Tagen verstärkt türkische Vereine, Moscheen und Organisationen in der Stadt aufgesucht.

"Wir halten engen Kontakt zu den hier lebenden Türken", sagte jetzt ein Sprecher der Polizei auf Anfrage unserer Redaktion. Denn auch wenn es nach dem Putsch in der Türkei sowie der sich anschließenden "Säuberungswelle" durch die Erdogan-Regierung in Solingen selbst erst zu einer Anzeige wegen Körperverletzung und Bedrohung gekommen sei, gelte es doch gleichzeitig, die weitere Entwicklung im Auge zu behalten, hieß es bei der Polizei.

Man wolle aktiv werden, bevor es zu Auseinandersetzungen komme, betonte der Polizeisprecher. Tatsächlich sprechen die Beamten der zuständigen Kommissariate die unterschiedlichen Gruppen innerhalb der türkischen Gemeinschaft in Solingen bereits seit dem erfolglosen Putsch gegen Erdogan vor zwei Wochen gezielt an.

(or)
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