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Solingen
Postkunden ohne Verständnis für Engpässe

Solingen. Lange Schlangen an der Hauptpost in der Solinger Innenstadt führen weiterhin zu viel Unmut. Von Martin Oberpriller

Der Morgenpost-Bericht über die schier endlosen Warteschlagen in der von der Postbank betriebenen ehemaligen Solinger Hauptpost schlägt weiter hohe Wellen. Nachdem unsere Redaktion am Mittwoch gemeldet hatte, vor den Schaltern an der Birkerstraße komme es momentan in Stoßzeiten zu Wartezeiten von über einer halben Stunde, machten etliche Kunden in den zurückliegenden Tagen ihrem Ärger über das Chaos Luft - wobei die meisten nur sehr beschränkt Verständnis für die augenblicklichen Engpässe aufzubringen vermochten.

So seien unzumutbar lange Wartezeiten keineswegs ein vorübergehendes Phänomen, welches von der Postbank einzig auf einen hohen Krankenstand geschoben werden könne, schrieb beispielsweise ein Mann auf der Facebook-Seite der Solinger Morgenpost. Schon seit Jahren werde in der Hauptpost zu wenig Personal eingesetzt, was wiederum zur Folge habe, dass Schlangen bis in den Vorraum der Schalterhalle sowie phasenweise bis auf die Straße praktisch Alltag seien. Und eine andere genervte Kundin beklagte, sie habe im Fall eines abzuholenden Einschreibens sogar vier Mal zur Birkerstraße gemusst, da der Andrang dort immer riesig gewesen sei.

Ein Zustand, der nach der Beobachtung vieler Solinger Postkunden mittlerweile auch die Mitarbeiter der Postbank an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit bringt. Der Service, vor allem aber die Freundlichkeit der Angestellten ließen bisweilen zu wünschen übrig, hieß es in verschiedenen Internet-Beiträgen. Was indes nicht an dem Personal selbst liegen müsse. "Etliche Computer funktionieren nämlich nicht", monierte ein weiterer Facebook-User.

Gleichwohl gibt es auch Verständnis für die Postbank, gepaart mit der Empfehlung an die Kunden, es zur Abwechslung einmal woanders zu versuchen. Schließlich, so schrieb eine Frau auf Facebook, gebe es im Solinger Stadtgebiet neben der Hauptstelle in der Innenstadt noch eine ganze Reihe weiterer Stellen, an denen Postgeschäfte erledigt werden könnten. "Wenn man Post erwartet, kann man sich diese an eine Packstation liefern lassen oder Termine für die Lieferung setzen", so die Post-Kundin.

Quelle: RP
 
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