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Solingen
Proben für den ganz großen Auftritt

Solingen: Proben für den ganz großen Auftritt
Im Helga-Leister-Haus probt Willi Winkler mit 130 Sängerinnen und Sängern für das große Solidaritätskonzert am 16. April. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Am 16. April gibt der Chor der Kreis-Sängervereinigung um 19.30 Uhr ein Solidaritätskonzert zugunsten der Bergischen Symphoniker. Das Orchester wird die Aufführung im Theater und Konzerthaus begleiten. Von Benjamin Dresen

Chorleiter Willi Winkler feilt in der Probe im Helga-Leister-Haus akribisch an den Details. Einsätze, Tonhöhe, Dynamik - für den großen Auftritt der Kreis-Sängervereinigung mit den Bergischen Symphonikern soll alles passen. "Groß" wird der Auftritt in mehrfacher Hinsicht: Schließlich treten die Laiensänger aus Solinger Chören nicht alle Tage mit einem Profi-Orchester auf. Und "groß" ist auch die Besetzung mit 130 Sängerinnen und Sängern sowie 60 Musikern, die unter Leitung von Generalmusikdirektor Peter Kuhn ein buntes Programm singen und spielen.

Unter dem Motto "Vom Musical zur Oper" eröffnet der Gesamtchor mit "O Fortuna" aus Orffs Carmina Burana. "Das hat richtig Power", freut sich Andreas Imgrund, Vorsitzender der Kreis-Sängervereinigung schon jetzt. Zu hören sein werden an diesem Abend etwa Stücke aus Verdis Opern "Ernani" (Eröffnungschor) und "La Traviata" (Trinklied), Beethovens "Lied an die Freude" und drei Lieder aus Loewes Musical "My Fair Lady". Die Männerchöre singen unter anderem Griegs "Landerkennung" oder den Jägerchor aus Webers "Freischütz". Rossinis Ouvertüre aus "Die diebische Elster" und Brahms' "Ungarischen Tanz Nr. 5" spielt das Orchester allein. "Ein ansprechendes Programm", findet Imgrund, "heiter und nicht zu schwer". Das Programm stellte Willi Winkler gemeinsam mit Generalmusikdirektor Peter Kuhn zusammen. Es sollte abwechslungsreich sein, in drei Monaten seit Januar eingeübt werden können und es mussten Noten dafür verfügbar sein.

Die Idee für das Solidaritätskonzert stammt von Ex-Oberbürgermeister Norbert Feith, wie Andreas Imgrund berichtet. Dieser hatte den Auftritt bei der jährlichen Jubilarehrung der Kreis-Sängervereinigung angeregt, um das Orchester in seiner schwierigen Situation zu unterstützen. "Ich hoffe auf einen vollen Saal", sagt Imgrund. Viele Karten sind bereits verkauft, aber noch sind Tickets an der Kasse des Theater und Konzerthauses verfügbar.

Für die 1946 gegründete Kreis-Sängervereinigung als Dachverein der Solinger Chöre ist das Konzert im 70. Jahr ihres Bestehens das letzte unter altem Namen. In Zukunft firmiert der Verein als "Chorverband Bergisch Land Solingen Wuppertal". Anfang des Jahres stimmte die Mitgliederversammlung dem Beitritt von über 30 Chören aus Wuppertal zu. Für den Wuppertaler Sängerkreis hatte sich kein Vorstand gefunden, weshalb sich der Verein auflösen musste. Dem neuen "Chorverband Bergisch Land Solingen Wuppertal" werden nach dem Zusammenschluss über 50 Chöre angehören.

Quelle: RP
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